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Spanischer Jubel Fiesta für die Helden von Johannesburg

Ausnahmezustand: Fans in Madrid und Amsterdam
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3. Teil: Niederlande verbieten Alkohol +++ Fifa lobt Schiedsrichter

[10. Juli, nachmittags] Deutschland ohne Klose und Lahm

Klose (im Spanien-Spiel): Verletzung zu schwerZur Großansicht
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Klose (im Spanien-Spiel): Verletzung zu schwer

Die deutsche Nationalelf wird ihr Spiel um Platz drei gegen Uruguay ohne Mittelstürmer Miroslav Klose und Kapitän Philipp Lahm bestreiten müssen. Klose leidet noch an den Nachwirkungen einer Rückenverletzung aus dem Halbfinale - Lahm liegt mit Grippe flach.

Für die beiden rücken in der Partie am Abend (20.30 Uhr Liveticker, SPIEGEL ONLINE) Cacau im Sturm und der Hamburger Dennis Aogo in der Verteidigung ins Team. Aogo soll demnach auf der linken Seite verteidigen, Jérôme Boateng rückt auf Lahms Position rechts, Bastian Schweinsteiger wird an Lahms Stelle Kapitän.

Damit nicht genug: Auch Lukas Podolski und Mario Gomez leiden an einem grippalen Infekt. Für Podolski rückt Marcell Jansen in die Startelf.

Eine spätere Einwechslung Kloses erscheint angesichts seiner Verletzung fraglich, schreibt "Bild". Damit hätte Klose bei dieser WM keine Möglichkeit mehr, den ewigen Torrekord des Brasilianers Ronaldo einzustellen. Dieser hat bislang 15 WM-Treffer erzielt - Klose liegt noch bei 14.

Auch im Tor erwägt der Bundestrainer einen Wechsel. So soll der Bayern-Keeper Hans-Jörg Butt den Schalker Stammtorwart Manuel Neuer ersetzen.


[10. Juli, mittags] Alkoholverbot bei Veranstaltungen in den Niederlanden

Niederländische Fans (nach Halbfinalsieg gegen Uruguay): Alkoholverbot wegen KrawallenZur Großansicht
AP

Niederländische Fans (nach Halbfinalsieg gegen Uruguay): Alkoholverbot wegen Krawallen

Die Fans von Oranje müssen rund um das WM-Finale gegen Spanien auf Alkohol verzichten. Um mögliche Krawalle in den Niederlanden zu verhindern, wurde für Sonntag und für Dienstag ein landesweites Alkoholverbot in Kraft gesetzt.

Auf allen öffentlichen Plätzen, in Bahnhöfen, Zügen, anderen öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Veranstaltungen darf kein Alkohol ausgeschenkt werden.

Nach dem Halbfinal-Erfolg der Niederlande gegen Uruguay am Dienstag (3:2) hatte es in vielen Städten Ausschreitungen zumeist alkoholisierter Jugendlicher gegeben.

sid


[10. Juli, mittags] Fifa lobt WM-Schiedsrichter

Trotz krasser Fehler und weltweiter Kritik hat der Fußball-Weltverband seinen Schiedsrichtern ein gutes WM-Zeugnis ausgestellt. Der Chef der FIFA-Schiedsrichterkommission, Jose-Maria Garcia-Aranda, bezeichnete die Leistungen der 29 WM-Unparteiischen am Samstag als "großen Erfolg". Mehr als 96 Prozent aller Entscheidungen seien korrekt gewesen, betonte der Spanier. Den Vorwurf, die FIFA würde Fehler der Schiedsrichter kleinreden, wies Garcia-Aranda zurück. Nur bei wenigen Spielen habe es falsche Entscheidungen gegeben.

dpa


[10. Juli, mittags] Beckenbauer kritisiert Verzicht der DFB-Elf auf Fan-Party

Franz Beckenbauer hat den Verzicht der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf eine gemeinsame Abschlussparty mit den Fans in Berlin kritisiert. "Ich halte die Entscheidung für falsch", schrieb er in einem Beitrag in der "Bild"-Zeitung. Er bedauere, dass sich die Mannschaft nicht in Deutschland bei ihren Fans bedankt.

Kapitän Philipp Lahm hatte es als "unpassend" bezeichnet, sich zwei Tage nach dem Spiel um Platz drei gegen Uruguay feiern zu lassen. Ein für Montag oder Dienstag geplantes Dankesfest auf der Straße des 17. Juni in Berlin sagte das Team ab.

Beckenbauer dagegen erinnerte an die große Feier am Brandenburger Tor nach der WM 2006, als Deutschland im Spiel um Platz drei Portugal besiegt hatte. Damals kamen mehr als eine Million Menschen nach Berlin und feierten das Team. "Die Begeisterung in Deutschland war diesmal genauso gewaltig", schrieb Beckenbauer. "Da hätte man ruhig ein paar Stunden opfern können, um noch eine Dankesrunde zu drehen."

dpa


[10. Juli, mittags] Spanische Gastronomen wollen Orakel-Paul kaufen

Krake Paul gegen Papagei Mani: Vor dem WM-Finale zwischen den Niederlanden und Spanien ist zwischen beiden Ländern ein Streit über die Wahrsagerkünste der Tier-Orakel entbrannt.

Jedes Land glaubt an das Tier, dass seinen Sieg prophezeit.

Foto: dpa
Holland setzt auf Papagei Mani in Singapur. Der Sittich habe die Halbfinalspiele der Fußball-WM richtig prophezeit - und nun fürs Endspiel einen Sieg der Niederlande vorausgesagt, berichteten niederländische Medien stolz. Spanien hingegen ist entzückt von Krake Paul, nachdem das Tier den Weltmeistertitel für das Land prophezeit hat. Zuvor hatte Paul schon alle deutschen Spiele richtig vorausgesagt, auch die Niederlage gegen Spanien. (An diesem Samstag wird seine Prognosekraft erneut getestet; für das Spiel um den dritten Platz ist ein deutscher Sieg vorhergesagt - siehe Video.)

Die Methode bei Paul: Der Krake entscheidet sich beim Wahrsagen für einen von zwei beflaggten und mit Muschelfleisch gefüllten Containern. Die Methode bei Mano: Der Papagei pickt eine von zwei auf der Vorderseite neutral weißen Spielkarten, die hinten mit den jeweiligen Landesfahnen gekennzeichnet sind.

Spanische Geschäftsleute sind so begeistert von Paul, dass sie den Tintenfisch für 30.000 Euro vom Aquarium in Oberhausen kaufen wollen. Er soll zum Maskottchen eines Gastronomiefestes in der kleinen Ortschaft Carballiño nahe Orense im nordwestspanischen Galicien werden - bei dem Spezialitäten aus Tintenfisch im Mittelpunkt stehen. "Wir wollen Paul nicht aufessen", sagte ein Fischer. Er solle weiter Fußballergebnisse tippen. Das Aquarium in Oberhausen lehnte ab. "Wir können verstehen, dass alle jeck auf Paul sind, aber der gehört zu uns. Er bleibt bei uns." Ohnehin wird er nicht mehr viele Monate zu leben haben; er ist zweieinhalb Jahre alt, doch Oktopoden werden maximal drei. Paul soll darum einen Nachfolger bekommen.


dpa


[10. Juli, vormittags] Deutsche Elf sitzt während des WM-Finales im Flieger

Die deutsche Nationalmannschaft wird ihren Heimflug aus Südafrika während des WM-Finales zwischen Spanien und den Niederlanden antreten. Dass die Spieler das Match deshalb nicht live verfolgen können, sei nicht schlimm, sagte Teammanager Oliver Bierhoff. "Da ist so viel Technik an Board, dass wir das Ergebnis schon erfahren werden. Es fällt zudem keinem schwer, das Spiel nicht live zu sehen. Denn das wäre noch einmal ein kleiner Schmerz", sagte Bierhoff.

Die DFB-Elf wird den Rückflug im Riesen-Airbus A380 antreten. Eigentlich war vorgesehen, dass das Team nur dann die Heimreise mit dieser Luxus-Maschine antritt, wenn sie das Finale erreicht. Die Fluggesellschaft Lufthansa schickte das Flugzeug dennoch wieder ans Kap - allerdings wenig klimafreundlich: Der Flieger mit mehr als 500 Sitzplätzen flog am Samstag leer nach Johannesburg. Beim Rückflug am Sonntagabend sollen dann neben dem DFB-Team auch Journalisten und rund 300 weitere Reisende mit nach Deutschland zurückzufliegen. Die Ankunft in Frankfurt am Main ist am Montagmorgen um 6.35 Uhr geplant. Die Nationalmannschaft war bereits im Rahmen des Jungfernflugs des größten Passagierflugzeugs der Welt mit dem A380 in Südafrika angekommen.

dpa


[10. Juli, vormittags] Uefa-Präsident Platini aus Krankenhaus entlassen

Entwarnung für Uefa-Präsident Michel Platini: Der Chef des europäischen Fußballverbands hat einen Tag nach seinem Schwächeanfall die Klinik am Samstag wieder verlassen, wie die Fifa mitteilte. Er wolle nun wie geplant beim Endspiel zwischen Spanien und den Niederlanden auf der Tribüne des Soccer City-Stadions in Johannesburg sitzen. In der Stadt war der 55-Jährige am Freitag in einem Restaurant in Ohnmacht gefallen. Daraufhin musste der frühere französische Fußballprofi die Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus verbringen. Keine der Untersuchungen habe auffällige Befunde ergeben, erklärten Fifa und Uefa. Bereits nach Platinis Zusammenbruch hatten die Verbände Spekulationen über einen möglichen Herzinfarkt zurückgewiesen. Platini habe in den vergangenen Tagen an einer Grippe gelitten und Fieber gehabt, hieß es. Er habe wegen der Erkrankung längere Zeit nichts gegessen.

apn/dpa


[10. Juli, vormittags] Holländischer Prediger betet für Oranje-Niederlage

Ganz Holland hofft auf einen Sieg der Oranje-Elf gegen Spanien im WM-Finale. Ganz Holland? Nein, denn einige strenge Christen stört, dass das Endspiel an einem Sonntag stattfindet. Darum hat in der Gemeinde Elburg ein Prediger sogar für eine Niederlage der Oranje-Elf gebetet. Im Bibelgürtel, der von der Provinz Zeeland bis Overijssel an der deutschen Grenze reicht, soll das WM-Finale für Zehntausende streng calvinistische Niederländer schlicht ausfallen. Denn Pfarrer haben ein sonntägliches Fernsehverbot verhängt. Im Bibelgürtel gibt es eine ganze Reihe von Gemeinden mit überwiegend strenggläubigen Anhängern konservativer Reformkirchen.

Im streng protestantischen Fischerstädtchen Urk, wo es für 18.000 Einwohner mehr als 20 Gotteshäuser gibt, kritisierten Kirchenvertreter, dass Betreiber von drei Kneipen es wagen würden, diese während des WM-Finales zu öffnen. Derartiges habe am Tag des Herren einfach nicht zu geschehen, erklärte der Vorsitzende der fundamentalistischen Staatkundig Gereformeerde Partij (SGP), Kees van der Staaij. Er werde mit gutem Beispiel vorangehen und das Finale in Südafrika "absolut nicht" anschauen, verkündete ein Sprecher der Partei, die bereits seit mehr als 90 Jahren im niederländischen Parlament vertretenen ist. Die große Mehrheit der 16,5 Millionen Einwohner der Niederlande will das WM-Finale aber mit ausgelassenen Volksfesten vor Fernsehern und Video-Wänden feiern.

dpa


[10. Juli, vormittags] Spanien lässt verdiente Altspieler einfliegen

Die spanische Nationalmannschaft erhält im WM-Finale Unterstützung aus der Heimat. Denn der spanische Fußball-Verband lässt zum Endspiel frühere Fußballer und Familien der aktuellen Spieler nach Südafrika einfliegen. Die verdienten Nationalspieler Raúl und Andoni Zubizarreta erhielten aber keine Einladung: Zwar hätten Raúl und Zubizarreta mehr als 100 Länderspielen bestritten, sagte Verbandssprecher Jorge Carretero. Doch es gebe auch andere Spieler mit weniger Begegnungen, die hätten kommen können. "Wir können aber nicht alle holen", meinte der Sprecher. Raúl ist langjähriger Kapitän von Real Madrid und mit 44 Treffern in 102 Länderspielen Rekord-Torschütze des Nationalteams, Ex-Torwart Zubizarreta ist mit 126 Einsätzen der spanische Rekord-Nationalspieler.

Eingeflogen werden aber die Profis Marcos Senna, Santiago Cazorla, Daniel Güiza und Diego López. Sie hatten den Sprung in den WM-Kader knapp verpasst.

dpa

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insgesamt 1377 Beiträge
Robert Hut 11.07.2010
Gewonnen haben sie, dem Fußball aber keinen Dienst erwiesen. Das war kicken wie in der Steinzeit. Auf beiden Seiten übrigens.. Und ich hatte mich so auf das Spiel gefreut.
Gewonnen haben sie, dem Fußball aber keinen Dienst erwiesen. Das war kicken wie in der Steinzeit. Auf beiden Seiten übrigens.. Und ich hatte mich so auf das Spiel gefreut.
hatorihanzo 11.07.2010
Haben die den besten Fußball gespielt, wohl kaum. Holland hätte es verdient gehab.
Haben die den besten Fußball gespielt, wohl kaum. Holland hätte es verdient gehab.
luwigal 11.07.2010
was wir gesehen haben? Nein, das war ein grausames Gehacke und von Spiel im wahrsten Sinne des Wortes kann keine Rede sein.
Zitat von sysopSpanien hat die Fußball-WM 2010 in einem von vielen Fouls geprägten Finale gegen die Niederlande mit 1:0 gewonnen. Ist Spanien der verdiente Titel-Sieger?
was wir gesehen haben? Nein, das war ein grausames Gehacke und von Spiel im wahrsten Sinne des Wortes kann keine Rede sein.
McPomm 11.07.2010
DEFINITIV! Alle, die den kampfbetonten, mehr auf Zerstörung bedachten Konterfußball schöner als das Rasenschach der Spanier finden, kann ich absolut nicht verstehen.
Zitat von sysopSpanien hat die Fußball-WM 2010 in einem von vielen Fouls geprägten Finale gegen die Niederlande mit 1:0 gewonnen. Ist Spanien der verdiente Titel-Sieger?
DEFINITIV! Alle, die den kampfbetonten, mehr auf Zerstörung bedachten Konterfußball schöner als das Rasenschach der Spanier finden, kann ich absolut nicht verstehen.
Schade für Holland, Spanien hat in dieser Weltmeisterschaft nicht überzeugen können und wird zum unverdienten Weltmeister.
Schade für Holland, Spanien hat in dieser Weltmeisterschaft nicht überzeugen können und wird zum unverdienten Weltmeister.
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