Spaziergang mit Faschisten Skandal-Fußballer Di Canio verprügelt

Seine Glanzzeiten als Fußballer liegen lange zurück, inzwischen kickt er in der vierten Liga. Doch außerhalb des Platzes ist Paolo Di Canio noch immer für eine Schlagzeile gut. Der Italiener, ein bekennender Rechtsradikaler, wurde nun auf offener Straße Opfer eines Übergriffes.


Rom - Di Canio hat einen Spaziergang mit dem landesweit bekannten Faschisten Paolo Signorelli in Rom bitter bereut, denn er wurde mitten auf der Straße verprügelt. Nach dem Testspiel seines neuen Clubs Cisco Rom (4. Liga) gegen Viterbo wurde Di Canio an der Seite von Signorelli von ebenfalls rechtsgerichteten Fans nach einem Bericht der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" mit den Worten beschimpft: "Du bist kein Kamerad mehr, die wahren Faschisten sind wir."

Altstar Di Canio (im Lazio-Dress): "Du bist kein Kamerad mehr"
DPA

Altstar Di Canio (im Lazio-Dress): "Du bist kein Kamerad mehr"

Anschließend beleidigten die Angreifer die Tochter und Ehefrau Di Canios, woraufhin sich der Ex-Profi in Roms Innenstadt mit Handgreiflichkeiten zur Wehr setzte. Dabei wurde Di Canio, der mit seiner rechtsradikalen Gesinnung mehrfach weltweit für Negativschlagzeilen gesorgt hat, mit einer Flasche am Bein verletzt.

Der 38-Jährige, der zuletzt bei Lazio Rom unter Vertrag stand und auch für Juventus Turin und den AC Mailand, in Schottland für Celtic Glasgow sowie in England für Sheffield Wednesday, West Ham United und Charlton Athletic gespielt hat, wurde anschließend von der Polizei verhört. Ob ein Verfahren gegen ihn eingeleitet wird, ist noch unklar.

pav/sid



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