Hamburg - Der Wechsel von Nuri Sahin vom deutschen Meister Borussia Dortmund zu Real Madrid scheint sicher. Nach übereinstimmenden Medienberichten haben sich der Mittelfeldspieler und der spanische Top-Club auf einen Fünfjahres-Vertrag geeinigt. Der BVB soll demnach eine Ablösesumme zwischen zehn und zwölf Millionen Euro kassieren. Eine Ausstiegsklausel im Vertrag ermöglicht den Wechsel zum Tabellenzweiten der Primera División.
Der Bundesligist hat am Montagmittag zu einer Pressekonferenz im eigenen Stadion geladen, wo die Entscheidung bekannt gegeben werden soll. Ein letzter Versuch von BVB-Trainer Jürgen Klopp und der Dortmunder Vereinsspitze am Sonntag, den türkischen Nationalspieler zu einem Verbleib zu bewegen, konnte Sahin offenbar nicht mehr umstimmen.
Seine Dortmunder Mitspieler haben den 22-Jährigen ohnehin bereits abgeschrieben. "Es ist nur ein letzter Funke Resthoffnung da, dass wir das noch abwenden können", sagte Innenverteidiger Mats Hummels: "Aber es sieht da doch ein wenig schwierig aus." Stürmer Lucas Barrios hatte einem spanischen Radio-Sender bereits gesagt: "Ich denke, dass Real Madrid einen guten Kauf gemacht hat. Die Leute in Madrid werden ihn mögen, weil er ein großartiger Spieler ist."
BVB hat bereits Nachfolger für Sahin verpflichtet
Der zurzeit verletzte Sahin dürfte demnach vor dem letzten Saisonspiel der Borussia am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen Eintracht Frankfurt verabschiedet werden. Er spielte 2005 erstmals für den BVB in der Bundesliga und erzielte am 26. November 2005 beim 1. FC Nürnberg im Alter von 17 Jahren und 82 Tagen seinen ersten Treffer. Damit ist Sahin der jüngste Torschütze der bisherigen Bundesliga-Geschichte.
In der Saison 2007/2008 wurde Sahin für ein Jahr an den niederländischen Club Feyenoord Rotterdam ausgeliehen. Seinen Vertrag in Dortmund verlängerte er im Sommer 2009 um vier Jahre - mit der entsprechenden Klausel. Dortmund hat in Ilkay Gündogan bereits einen potentiellen Nachfolger verpflichtet. Der Zugang aus Nürnberg erhält beim BVB einen Vierjahresvertrag. In Madrid würde Sahin auf Sami Khedira und Mesut Özil treffen, die vergangenen Sommer zu Real gewechselt waren.
ham/sid/dpa
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