Manipulation von EM-Qualifikationsspiel: Uefa sperrt Malteser für zehn Jahre

Kevin Sammut soll das EM-Qualifikationsspiel Maltas gegen Norwegen 2007 verschoben haben, 200.000 Euro wurden auf die Partie gewettet. Jetzt hat die Uefa den 31-Jährigen für zehn Jahre gesperrt. Der Verurteilte beteuert jedoch seine Unschuld.

Fußballer Sammut (l.): Wegen Spielmanipulation zehn Jahre gesperrt Zur Großansicht
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Fußballer Sammut (l.): Wegen Spielmanipulation zehn Jahre gesperrt

Hamburg - Der maltesische Fußball-Nationalspieler Kevin Sammut ist wegen der Manipulation des EM-Qualifikationsspiels gegen Norwegen im Jahr 2007 für zehn Jahre gesperrt worden. Dies teilte die Europäische Fußball-Union (Uefa) mit. Der 31-Jährige war einer von drei Verdächtigen, die nach dem 4:0 der Norweger am 2. Juni 2007 in Oslo von der Uefa angeklagt worden waren.

Wie die Uefa mitteilte, gebe es für weitere Sperren nicht genügend Beweise. "Einige haben gesagt, es würde besser für mich sein, wenn ich andere enttarnen würde, um ein geringeres Strafmaß zu bekommen", sagte der Mittelfeldspieler, der gegen das in den Augen seiner Anwälte "offenkundig ungerechte" Urteil Berufung ankündigte: "Aber ich weiß nichts, ich habe nichts getan. Was kann ich offenbaren?"

"Überwältigende" Beweise für eine Manipulation

Auch Norman Darmanin Dmejo, Präsident des maltesischen Fußball-Verbands, glaubt nicht, dass nur ein einzelner Spieler in den Skandal, bei dem 200.000 Euro bei Wetten gesetzt wurden, verwickelt sei. "Ich persönlich glaube, dass mehrere Spieler involviert sind", sagte er: "Aber wir müssen die Entscheidung der Uefa respektieren, und ohne weitere Beweise sind jegliche Verdächtigungen unfair." Dass die Partie manipuliert wurde, bezweifelt Dmejo aber nicht. Er habe "überwältigende" Beweise, sagte er.

Norwegen hatte drei der vier Tore in den letzten 18 Minuten erzielt. Beide Länder schafften die Qualifikation für das Turnier in Österreich und der Schweiz dennoch nicht. Mittelfeldspieler Sammut war in der Pause ausgewechselt worden.

Im Rahmen des Bochumer Gerichtsprozesses gegen die Führungsriege internationaler Wettbetrüger war im Mai 2011 bekannt geworden, dass die besagte Begegnung Ziel eines Manipulationsversuchs war. Einer der Angeklagten hatte ausgesagt, dass er persönlich nach Oslo gereist sei und sich mit mehreren maltesischen Spielern getroffen habe.

leh/sid

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