Gesetzentwurf Sportbetrügern drohen fünf Jahre Haft

Sportbetrug soll in Zukunft einfacher bestraft werden können: Das Bundesjustizministerium hat laut "Süddeutscher Zeitung" einen Gesetzentwurf vorgelegt. Für besonders schwere Fälle sind bis zu fünf Jahre Haft vorgesehen.

Wettschein: "Manipulation beeinträchtigt die Integrität des Sportes"
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Wettschein: "Manipulation beeinträchtigt die Integrität des Sportes"


Die Bundesregierung geht gegen Betrug im Sport vor. Schiedsrichter, Trainer und Sportler, die für eine Gegenleistung den Ausgang von Wettbewerben manipulieren, sollen künftig mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Das sieht ein Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums vor, der der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt.

Das Strafmaß gilt auch für alle, die Schiedsrichter, Trainer oder Sportler bestechen. Für besonders schwere Fälle ist sogar ein Strafrahmen von drei Monaten bis zu fünf Jahren Haft vorgesehen. Der Gesetzentwurf soll bereits im kommenden Jahr in Kraft treten.

"Sportwettbetrug und Manipulationen von Sportwettbewerben beeinträchtigen die Integrität des Sportes und schädigen in betrügerischer Weise das Vermögen anderer", heißt es in dem Entwurf. Sie würden "die Glaubwürdigkeit und Authentizität des sportlichen Kräftemessens" untergraben und "dadurch den Sport in seiner gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung" gefährden. Deshalb müsse der Betrug strafrechtlich verfolgt werden.

Bisher ist das wegen Lücken im Strafgesetzbuch nur unzureichend möglich. Der Betrugs-Paragraf 263 greift nur in speziellen Fällen. Auch der Straftatbestand der Bestechlichkeit und Bestechung (Paragraf 299) hilft häufig nicht weiter.

Der neue Gesetzentwurf sieht die Einführung der Straftatbestände "Sportwettbetrug" (§ 265c) und "Manipulation von berufssportlichen Wettbewerben" (§ 265d) vor. In beiden Fällen geht es um Manipulationen - beim "Sportwettbetrug" werden gesondert die Fälle erfasst, auf die gewettet wurde.

bka/sid



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