Probezeit nicht bestanden Sporting Lissabon trennt sich von Trainer Mihajlovic - nach nur neun Tagen

Die Amtszeit von Sinisa Mihajlovic als Trainer bei Sporting Lissabon dauerte nicht lange. Kurz nach seiner Verpflichtung soll sein Vertrag schon wieder aufgelöst werden, teilte der Verein mit.

Sinisa Mihajlovic (2016)
AFP

Sinisa Mihajlovic (2016)


Nur eineinhalb Wochen nach seiner Verpflichtung hat sich der portugiesische Erstligist Sporting Lissabon von seinem neuen Trainer Sinisa Mihajlovic getrennt. Der Dreijahresvertrag mit dem 49 Jahre alten Serben, der "noch in der Probezeit" sei, solle gekündigt werden, teilte der neue Klubpräsident José Sousa Cintra in Lissabon mit.

Zur Begründung sagte Sousa Cintra: Mihajlovic habe am 18. Juni seine Arbeit aufgenommen und "als Erstes die Pläne für die Saisonvorbereitung umgestellt, was uns Verluste von 300.000 Euro beschert hat". Der Nachfolger soll Anfang nächster Woche vorgestellt werden.

Sporting, das hieß zuletzt: Chaos

Mihajlovic war noch von Sousa Cintras Vorgänger Bruno de Carvalho verpflichtet worden. Kurz nach dieser Entscheidung war de Carvalho aber wegen verschiedener Skandale als Klub-Boss abgewählt worden.

Der frühere serbische Nationaltrainer sollte die Nachfolge von Jorge Jesus antreten, der den krisengeschüttelten Verein aufgrund der vielen internen Probleme verlassen hatte. Der unrühmliche Höhepunkt der Krise bei Sporting wurde am 15. Mai erreicht, als rund 50 maskierte Personen Spieler und Trainer in der Umkleide mit Stöcken angegriffen hatten. Der Tabellendritte der portugiesischen Liga hatte am letzten Spieltag der Saison durch eine Niederlage die Qualifikation für die Champions League verpasst.

Nach der Attacke lösten neben Jesus auch mehrere Profis ihre Verträge auf, darunter der frühere Wolfsburger Bas Dost und die vier Nationalspieler Rui Patricio, William Carvalho, Bruno Fernandes und Gelson Martins, die mit Portugal im Achtelfinale der WM in Russland stehen und dort am Samstag (20 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Uruguay treffen.

ngo/dpa

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hamburger.jung 28.06.2018
1.
Gute Entscheidung von Sporting. Ein ganz übler, nationalistischer, unfairer Sportsmann. Seit vielen Jahren!
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