Stadionkatastrophe im Senegal Acht Tote nach Massenpanik

Im Rahmen des Endspiels um den senegalesischen Ligapokal sind acht Menschen ums Leben gekommen. Eine Stadionwand war zusammengebrochen, nachdem ein Polizeieinsatz gegen Randalierer eine Massenpanik ausgelöst hatte.

Menschen an der eingestürzten Wand im Demba-Diop-Stadion in Dakar
AFP

Menschen an der eingestürzten Wand im Demba-Diop-Stadion in Dakar


Im Senegal sind bei einer Massenpanik in einem Fußballstadion acht Menschen getötet worden. Zur Tragödie in der Hauptstadt Dakar kam es am Samstagabend nach Auseinandersetzungen kurz vor Ende des Ligapokal-Finales zwischen Ouakam und Stade de Mbour. Unter den Todesopfern befindet sich auch ein junges Mädchen, wie Sportminister Ba Matar der französischen Nachrichtenagentur AFP bestätigte.

Als Zuschauer versuchten, das Demba-Diop-Stadion zu verlassen, stürzte eine Mauer ein. Dadurch wurden mindestens 60 Personen verletzt, 49 davon schwer. Die Panik begann offenbar, nachdem die Polizei Tränengas gegen randalierende Anhänger beider Fangruppen eingesetzt hatte. Diese hatten sich zuvor mit Gegenständen beworfen.

Als Konsequenz aus der Tragödie wurden alle sportlichen und kulturellen Aktivitäten im Land bis zu den Parlamentswahlen am 30. Juli ausgesetzt. Das verkündete Regierungssprecher Seydou Gueye. Außerdem kündigte er eine gerichtliche Untersuchung an.

lst/sid



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