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Stadt-Derby im FA Cup Mimosen aus Manchester

United-Profis Giggs, Carrick, Rooney (v. l.): Im FA Cup gegen ManCity gefordertZur Großansicht
dapd

United-Profis Giggs, Carrick, Rooney (v. l.): Im FA Cup gegen ManCity gefordert

Es ist das Fußball-Highlight des Wochenendes: Im FA Cup empfängt Manchester City Stadtrivale United. Doch keiner der Konkurrenten freut sich darüber. City-Trainer Roberto Mancini ärgert sich über seinen zu kleinen Kader, United sieht sich nach zwei Ligapleiten in Serie ohnehin als Außenseiter.

Hamburg - Roberto Mancini hat ernsthafte Sorgen. Vor dem Spitzenspiel in der dritten Runde des FA Cups am Sonntag gegen Stadtrivale United (14 Uhr) gehen dem Trainer von Manchester City die Profis aus. "Für Sonntag haben wir nur 17 Spieler, und ich glaube, dass wir unsere Bank nicht komplett besetzen können", sagte der Italiener zu den Personalproblemen. Dabei hatte der Tabellenführer der englischen Premier League in den vergangenen beiden Jahren Spieler für insgesamt rund 270 Millionen Euro verpflichtete.

Und auch Gegner United gibt sich vor dem Pokal-Spiel wenig optimistisch. "Der Vorteil liegt klar bei City. Sie spielen zu Hause, wir haben das vergangene Spiel (0:3 gegen Newcastle) verloren, sie (3:0 gegen Liverpool) gewonnen", sagte Trainer Alex Ferguson, um dem Konkurrenten anschließend noch einen kleinen Seitenhieb zu verpassen: "Sie spielen nicht den besten Fußball in England, Tottenham spielt attraktiver." Mittelfeldspieler Michael Carrick sagte: "Man muss von City beeindruckt sein." Er weiß, wovon er spricht. In der Liga erlebte United im Hinspiel ein Debakel und verlor zu Hause 1:6.

Auch deshalb ist United in der Premier League derzeit mit drei Punkten Rückstand Zweiter. Aber auch, weil das Team immer noch einige Schwachstellen hat. Im Tor patzte 20-Millionen-Zugang David de Gea bereits mehrfach, gegen Newcastle bekam der im vergangenen Winter verpflichtete Anders Lindegaard eine Chance, konnte das 0:3 aber ebenfalls nicht verhindern. Auf wen Ferguson im Pokal gegen City setzt, ist noch offen.


Bei City fehle es insbesondere im Sturm an Alternativen, so Mancini. Mario Balotelli muss mit einer Knöchelverletzung pausieren, Edin Dzeko leidet an Knieproblemen. Somit bleibt dem wohl reichsten Club der Welt nur Sergio Agüero. Mancini forderte deshalb noch in diesem Monat einen, am liebsten sogar drei, neue Spieler. Das Problem: Sein Verein macht nicht mit.

Nach einem Verlust von rund 240 Millionen Euro im vergangenen Jahr werden vorerst keine weiteren Spieler gekauft. Wohl auch dann nicht, wenn der umstrittene Stürmer Carlos Tévez nach Mailand verkauft wird.

"Ich habe schon vor zwei Monaten gesagt, dass wir im Januar ein großes Problem bekommen können. Wir haben vier wichtige Spiele in der Liga", sagte Mancini, der zudem auf die Touré-Brüder Yaya und Kolo verzichten muss, die für die Elfenbeinküste beim Afrika Cup sind.

Zuletzt bemühte er sich um Daniele de Rossi vom AS Rom, doch City scheint angesichts des von der Uefa auf den Weg gebrachten Financial Fair Plays vorsichtig geworden zu sein. Auch die möglichen Einnahmen aus einem Verkauf von Tévez, Inter Mailand soll 25 Millionen Euro bieten, sollen deshalb nicht wieder investiert werden. "Das ist schwer für uns. Es könnte unsere erste Meisterschaft seit langem sein, aber die Saison ist lang und könnte noch härter werden", sagte Mancini.

Entspannt hat sich dagegen die Situation im United-Sturm, wo Wayne Rooney nach seinem eigenmächtig verlängerten Zapfenstreich am zweiten Weihnachtstag und einer anschließenden Geldstrafe von 240.000 Eurowieder im Kader ist. Der vom englischen Boulevard getaufte "Wild Wayne" und Ferguson haben sich nun offiziell wieder versöhnt - der Trainer hat damit seinen besten Angreifer wieder zur Verfügung. Und im Gegensatz zu City stehen in Javier Hernández und Dimitar Berbatow sogar Alternativen bereit.

leh

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