Hamburg - Standard Lüttich drängt auf die Gründung einer gemeinsamen Fußball-Liga in Belgien und den Niederlanden. Sollte das Projekt "Beneliga" scheitern, droht der Club damit, einen Aufnahmeantrag an die französische Ligue 1 zu stellen und die erste belgische Liga zu verlassen.
"Ohne die Einrichtung einer Beneliga wird der belgische Fußball eines schönen Todes sterben", sagte Standard-Präsident Roland Duchâtelet der belgischen Zeitung "Sudpresse". Andernfalls werde man versuchen, in die Ligue 1 zu kommen. "Rechtlich ist das möglich, sofern die Franzosen zustimmen", so Duchâtelet.
In der geplanten Meisterschaft sollen acht belgische und zwölf niederländische Clubs spielen. Die Verein erhoffen sich dadurch, in der Vermarktung der TV-Rechte besser mit den großen europäischen Ligen wie in England, Deutschland oder Spanien konkurrieren zu können. Laut Duchâtelet seien sich Standard Lüttich, der RSC Anderlecht, der FC Brügge, Ajax Amsterdam und die PSV Eindhoven bereits einig. Eine gemeinsame Liga war in der Vergangenheit schon häufig vorgeschlagen worden, bislang blieben offizielle Gespräche zwischen den beiden Landesverbände KBVB und KNVB jedoch aus.
max/sid
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