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Eklat im belgischen Fußball: Lüttich-Fans zeigen Kopf-ab-Plakat

Beim belgischen Spitzenspiel Lüttich gegen Anderlecht haben Fans ein geschmackloses Banner ausgerollt: Es zeigt den abgetrennten Kopf eines gegnerischen Spielers. Statt sich zu distanzieren, verbreitete der Klub via Twitter ein Foto von der Aktion.

Hamburg - Eklat beim Top-Spiel der ersten belgischen Fußballliga: Im Duell zwischen Standard Lüttich (4. Platz) und dem RSC Anderlecht (2.) entrollten die Heimfans ein riesiges Banner. Darauf zu sehen war ein Henker, der in einer Hand eine Machete, in der anderen den abgetrennten Kopf eines RSC-Profis hielt. Daneben war der Schriftzug "Red oder Dead" ("Rot oder tot") zu lesen, eine Anspielung auf Standards Vereinsfarben.

Trotz der drastischen Darstellung hat sich der Verein nicht von der Aktion distanziert. Im Gegenteil: Auf seinem offiziellen Twitter-Kanal verbreitete der Klub ein Foto der Fan-Choreografie.

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Ziel der Aktion war der 26 Jahre alte belgische Nationalspieler Steven Defour. Der Hintergrund: Bei Standard war Defour einst ein Held. Fünf Jahre lang grätschte und kämpfte er für den Klub, gewann 2008 und 2009 den Meistertitel. 2011 verließ er den Verein in Richtung Portugal, vor der laufenden Saison wechselte er zurück nach Belgien - zu Standards Erzrivale Anderlecht. Am Sonntag kehrte Defour erstmals ins Lütticher Stadion zurück.

Die Aktion ging Defour allem Anschein nach nahe. Zu Beginn der zweiten Hälfte schoss er den Ball unbedrängt in Richtung der Heimfans und sah dafür die Gelbe Karte. Weil es Defours zweite im Spiel war, wurde er vom Platz gestellt. Das brachte wiederum einige Anderlechter Anhänger derart auf, dass sie ihre Sitzschalen aus der Verankerung rissen und auf das Feld schleuderten. Das Spiel gewann Standard 2:0 (0:0).

mon

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 23 Beiträge
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1. Geschmacklos!!
speedy 25.01.2015
Nicht zu tolerieren und eine bodenlose Frechheit die von der Polizei mit einer Anzeige geahntet gehört.Die Verantwortlichen des Vereins gehören bestraft denn das ist definitiv Beleidigung und Androhung einer Straftat!!!
2. Unfassbar!
snickerman 25.01.2015
Alle Heimspiele von Lüttich in der laufenden Saison sollten "Geisterspiele" sein, also vor leeren Rängen stattfinden. Der Verein muss den Restwert der Jahreskarten erstatten. Die gesamte Führung wird bestraft, weil sie das Banner geduldet hat- das Spiel hätte sofort unterbrochen werden müssen. Das Spiel wird mit 5:0 für Anderlecht gewertet. Die das Plakat mitgebracht und ausgerollt haben, bekommen lebenslanges Stadionverbot. Bei Wiederholung wird Lüttich zwangsabgestiegen.
3.
Crom 25.01.2015
Man kann es auch mit der Empörung übertreiben.
4. Verrohung
Leser1000 25.01.2015
--überall. Man sollte das Vorkommnis strafrechtlich prüfen. Zumindest für eine Beleidigng dürfte es recien.
5.
sunhaq 25.01.2015
Was genau soll denn das Motiv mit der Isis am Hut haben? Das Bild hat doch einen typischen US-Horrorfilm-Stil. Also sowas wie Freitag der 13 oder Bloody Murder. Auch in Spielen war die Kombi aus Hockeymaske und einer Waffe wie Machete, Haken oder Kennensäge beliebt. Hier ein paar Beispiele: http://playstationportable.gaming-universe.org/screengalerie/2594.jpg http://www.playmassive.de/uploads/inline/pic-16530.jpg http://dvdmedia.ign.com/dvd/image/NATIONAL_LAMPOONS_CHRISTMAS_VA-4.jpg https://victoriastaffordapsychicinvestigation.files.wordpress.com/2010/11/2003_freddie_vs_jason_002-ken-kirzainger-as-jason.jpg
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