Frauen-Nationalteam DFB wirft Bundestrainerin Steffi Jones raus

Sie stand schon länger in der Kritik, jetzt trennt sich der DFB von Bundestrainerin Steffi Jones. Die Leitung des Frauen-Nationalteams übernimmt vorübergehend der "Mann für alles".

Steffi Jones
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Der Deutsche Fußball-Bund hat sich von Frauen-Bundestrainerin Steffi Jones getrennt. Für die nächsten beiden Spiele im April gegen Tschechien und Slowenien werde Horst Hrubesch die Auswahl übernehmen, teilte der DFB mit.

Zu dieser Entscheidung sei das DFB-Präsidium bei einer Telefonkonferenz gekommen. Es folgte damit einer Empfehlung des Direktors Nationalmannschaften Oliver Bierhoff sowie des Sportlichen Leiters Joti Chatzialexiou.

Zuletzt hatte das Frauenteam bei einem Einladungsturnier in den USA enttäuscht. Bei dem Vier-Nationen-Turnier Anfang März hatte die Auswahl in drei Spielen zwei Niederlagen kassiert und ein Unentschieden geholt. Man sei "jetzt zu der Überzeugung gekommen, dass die Mannschaft eine neue Führung braucht", sagte Oliver Bierhoff.

Die 111-malige Nationalspielerin Jones kam nach dem Olympiasieg 2016 unter Vorgängerin Silvia Neid ohne Erfahrung als Cheftrainerin zum Job bei den DFB-Frauen. Unter der Leitung von Jones war die deutsche Auswahl bei der EM im vergangenen Sommer bereits im Viertelfinale gescheitert. Dennoch verlängerte der DFB den Vertrag mit ihr anschließend bis zur WM im kommenden Jahr in Frankreich.

Horst Hrubesch
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Horst Hrubesch

Mit Hrubesch folgt auf Jones vorübergehend eine Lieblingslösung des DFB. Der 66-Jährige hat bereits mehrere Juniorenteams bei den DFB-Männern trainiert und war bis 2016 der Coach der U21, die bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro die Silbermedaille gewonnen hat.

Hrubesch ist der erste männliche Bundestrainer der DFB-Frauen seit Gero Bisanz. Der inzwischen verstorbene Ex-Coach hatte das Team von 1982 bis 1996 trainiert, in dieser Zeit liegen drei EM-Titel (1989, 1991 und 1995). Danach übernahm Tina Theune die Auswahl. Sie führte das Nationalteam zum ersten WM-Sieg im Jahr 2003 und drei EM-Titeln (1997, 2001 und 2005).

jan



insgesamt 83 Beiträge
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citi2010 13.03.2018
1.
Horst Hrubesch ist in Deutschland der Mann für Alles. Warum hat man ihn nicht für Gisdol geholt bei HSV? Wäre man vielleicht drin geblieben?
srbler 13.03.2018
2. is okay
schade irgendwie, da jones ganz okay ist aber der job kam entweder zu früh oder war eben einfach ne nummer zu groß für sie, eine so erfolgreiche mannschaft zu übernehmen und erfolgreich weiterzuentwickeln ist nicht einfach und das hat sie nicht gepackt- man hat ihr auch ne 2.chance eingeräumt, von daher finde ich die entlassung nachvollziehbar
Mastermason 13.03.2018
3.
"Die Leitung des Frauen-Nationalteams übernimmt vorübergehend ein Mann." Der Mann hat einen Namen, Horst Hrubesch. Außerdem: Ist sein Geschlecht so interessant, dass es im Einstieg genannt werden muss?
Steuerfuzzi 13.03.2018
4. Danke Endlich
Man kann es nur wiederholen: der Posten der Frauenbundestrainerin ist zu schade für Berufsanfänger-/anfängerinnen. Steffi Jones hatte nicht nur sportlich gesehen keinen Erfolg, sie hat es auch geschafft mit ihrem wenig ausgeprägten diplomatischen Geschick verdiente Nationalspielerinnen aus der Mannschaft zu mobben. Eine Neubesetzung sollte unabhängig vom Geschlecht nach Qualität erfolgen.
Franke aus Hamburg 13.03.2018
5. Tja, nicht jede....
.... schreibt eine Erfolgsgeschichte. Es gehört auch ein Stück weit Intelligenz, Emphati und Spielverständnis dazu, Bundestrainerin zu sein. Ein paar Dribbelfüsschen sind zu wenig. Hrubesch sollte gleich eine Änderung vornehmen und das Team "Die Frauschaft" nennen.
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