
Top-Stürmer Romario hat angeblich keine Steuern gezahlt
Rio de Janeiro - Nur wenige Tage konnte Romario seinen Erfolg auskosten, jetzt ist er in die Bredouille geraten. Der Stürmerstar soll nach Ermittlung der brasilianischen Staatsanwaltschaft Steuern in einer Gesamthöhe von umgerechnet mindestens 1,25 Millionen Mark hinterzogen haben. Wie verschiedene Medien am Donnerstag unter Berufung auf Behördensprecher berichteten, hat die Staatsanwaltschaft im Fall Romario bereits die Aufhebung des Bankgeheimnisses beantragt.
Der Weltmeister von 1994 soll das Steuer-Vergehen 1993 und 1994 begangen haben, als er in Diensten des FC Barcelona stand, als "Großverdiener" aber zur Steuerzahlung in seinem Heimatland verpflichtet gewesen war. Romarios Schulden beim Fiskus könnten sogar noch weit höher sein, da er zwischen 1988 und 1995 überhaupt keine Steuern gezahlt habe, hieß es. Sollte Romario in einem etwaigen Verfahren für schuldig befunden werden, könnte er laut Gesetz sogar zu einer Haftstrafe von zwei bis fünf Jahren verurteilt werden.
"Ich kann zu den Beschuldigungen noch nichts sagen. Ich weiß von nichts", erklärte Romario in einer ersten Reaktion in Rio de Janeiro, wo er für Vasco da Gama spielt. Der Stürmerstar hatte erst am Sonntag die brasilianische Nationalelf mit vier Treffern beim 6:0 im WM-Qualifikationsspiel in Venezuela aus der Krise geschossen und war danach von Fans und Medien überschwänglich gefeiert worden.
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