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Streit um TV-Vermarktung: Spaniens Fußballstars wollen weiter streiken

Spanische Fußballer: Keine Schlichtung im TV-Streit in Sicht Zur Großansicht
DPA

Spanische Fußballer: Keine Schlichtung im TV-Streit in Sicht

Keine Einigung: Die spanischen Fußballstars halten an ihrem geplanten Streik fest. Sie kritisieren die Verteilung der TV-Gelder. Am kommenden Spieltag droht der Ligaalltag der Primera División damit zu platzen.

Nicht nur Lokführer, auch Profifußballer streiken: Die Mitglieder der spanischen Spieler-Gewerkschaft Afe haben bekundet, an ihrem Streikaufruf festzuhalten. Wie der Ligaverband (LFP) und Afe mitteilten, sind Verhandlungen in Madrid zur Schlichtung des Streits um die zukünftige TV-Vermarktung gescheitert. Die Afe will den Spielbetrieb in der Primera División und der zweiten spanischen Liga von diesem Wochenende an für unbestimmte Zeit zum Stillstand bringen.

Davon wären unter anderem die zwei letzten Spieltage der höchsten Spielklasse Spaniens und das Pokalfinale zwischen dem FC Barcelona und Athletic Bilbao am 30. Mai betroffen. Der Streik richtet sich gegen eine neue Verordnung der spanischen Regierung, wonach die TV-Rechte für die Übertragung von Ligaspielen künftig nicht mehr von den einzelnen Klubs, sondern zentral von der Profiliga vermarktet werden.

Die Profis fühlen sich bei der Verabschiedung der Regelung übergangen und verlangen Änderungen. Kritisiert wird vor allem die ungleiche Verteilung der Gelder zwischen erster und zweiter Liga (90:10 Prozent). Die Spielergewerkschaft fordert außerdem eine Beteiligung von einem Prozent. Stars wie Iker Casillas und Sergio Ramos von Real Madrid, Andrés Iniesta, Gerard Piqué und Xavi vom FC Barcelona oder Juanfran von Atlético Madrid unterstützten den Streikaufruf.

Die LFP hat vor einem Gericht den Antrag gestellt, den Streik für illegal zu erklären. Sie begründete dies damit, dass der Ausstand sich nicht gegen die Arbeitgeber richte, sondern gegen eine Entscheidung der Regierung. Der Nationale Gerichtshof in Madrid will an diesem Mittwoch darüber beraten.

zaf/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Die Vereine haben immer noch genug Geld
axelmueller1976 12.05.2015
Um sich gute Ärzte und Med.-Abteilungen zu leisten.
2. Vielleicht...
wdiwdi 12.05.2015
ein überraschend vorgezogener Streik heute abend? :-)
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