Strenger Bayern-Coach Van Gaal sorgt für Irritation bei Pressekonferenz

Bei einer Pressekonferenz zum souveränen Sieg der Bayern gegen den AC Mailand stellte ein Reporter eine unpassende Frage - und wurde von Trainer Louis van Gaal mit Nichtbeachtung gestraft. Sein Team sieht der Coach dagegen auf einem guten Weg.


Hamburg - Zufrieden war Trainer Louis van Gaal mit dem Spiel seines FC Bayern München beim 4:1 gegen den AC Mailand - nur bei der Pressekonferenz verärgerte den Fußball-Experten kurzzeitig eine Frage zu Luca Toni. Ob er denn Thomas Müller für besser als Luca Toni halte, weil er den jungen Mann von Beginn an eingesetzt habe, wurde der Niederländer von einem offensichtlich schlecht vorbereiteten Reporter gefragt.

Bayern-Coach van Gaal: Reporterfrage ignoriert
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Bayern-Coach van Gaal: Reporterfrage ignoriert

Da Toni, der verspätet in die Saison-Vorbereitung einstieg und zudem noch an Achillessehnenproblemen laboriert, derzeit noch keine Alternative ist, beantwortete der 57-Jährige nicht einmal die Frage. Der Disziplin-Verfechter van Gaal erwartet nicht nur von seinen Spielern, sondern auch von den Medien gute Vorbereitung und setzte voraus, dass dieser Umstand bekannt war. Auf die anderen Fragen ging der Niederländer dagegen ein und verabschiedete sich nach der Pressekonferenz auch mit Respekt vom gegnerischen Trainer Leonardo.

Insgesamt zeigte sich van Gaal angetan von der Leistung seines Teams. "Ich denke, dass wir gut Fußball gespielt haben. Wir waren geduldig und hatten bei eigenem Ballbesitz nicht viele Ballverluste. Bei gegnerischem Ballbesitz war unser Spiel sehr gut. Ich bin sehr zufrieden."

Überzeugt hatte Müller als zweifacher Torschütze (12./90. Minute) und einmaliger Vorbereiter in jedem Fall. "Thomas war ein Anspielpunkt, aber er kann auch Tore machen", lobte der Trainer. Die weiteren Bayern-Treffer erzielten Bastian Schweinsteiger (79.) und Saer Sene (89.), Andrea Pirlo (81.) traf für Milan.

Anmerkung: In der ursprünglichen Meldung war von einem vorzeitigen Abbruch der Pressekonferenz die Rede. Dies ist nicht zutreffend. Wir bitten, das Versehen zu entschuldigen. Die Redaktion.

luk/dpa

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