Regionalliga-Spielausschluss vom Tisch Babelsberg und Verband legen Streit bei

Der Dauerzwist zwischen Babelsberg und dem NOFV ist beendet: Der Verein will die ausgesprochene Strafe nun doch zahlen, der Verband ändert im Gegenzug einen Teil der Urteilsbegründung.

Ausschreitungen bei Partie zwischen Cottbus und Babelsberg im April 2017
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Ausschreitungen bei Partie zwischen Cottbus und Babelsberg im April 2017


Der Konflikt zwischen dem Regionalligisten SV Babelsberg 03 und dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) ist beigelegt. Das teilten beide Parteien in einer gemeinsamen Erklärung mit. Zwar bleibt die Strafe gegen die Babelsberger wegen Abbrennen von Pyrotechnik beim Spiel gegen Energie Cottbus im April vorigen Jahres bestehen. Der drohende Spielausschluss ist dagegen vom Tisch. (Lesen Sie hier mehr zum Konflikt zwischen Babelsberg und dem NOFV.)

"Wir sind erleichtert und freuen uns, dass beide Konfliktparteien konstruktiv aufeinander zugegangen sind", sagte NOFV-Präsident Rainer Milkoreit. "Obwohl es weiterhin unterschiedliche Beurteilungen bezüglich einzelner rechtlicher Aspekte gibt, haben wir dieser Vereinbarungen zugestimmt", sagte Archibald Horlitz, Vorstandsvorsitzender des SV Babelsberg 03.

Urteil bleibt rechtskräftig

Das Urteil des NOFV-Sportgerichts vom 19. Juni 2017 und die darin ausgesprochene Geldstrafe von 7000 Euro bleiben zwar rechtskräftig. Babelsberg kann jedoch 3500 Euro für Maßnahmen gegen Rassismus und Rechtsextremismus oder sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.

Babelsberg hatte eine Frist zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 7000 Euro verstreichen lassen. Die Geldstrafe hatte Babelsberg wegen Pyrowürfen und eines Platzsturms im Spiel der Vorsaison gegen Energie Cottbus am 28. April (2:1) kassiert. Babelsberg störte sich vor allem daran, dass in der ursprünglichen Urteilsbegründung aufgeführt worden war, dass ein Babelsberger Fan als Reaktion auf rassistische und antisemitische Schmähungen einiger Cottbuser "Nazischweine raus" gerufen habe.

Die Urteilsbegründung wird nun geändert: Die Rufe "Nazischweine raus" sind kein Gegenstand mehr. Mit Eingang der Geldstrafe soll der Antrag des NOFV-Präsidiums auf Sperrung des Klubs zurückgezogen werden.

ehh/dpa/sid



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