Regionalliga-Ausschluss droht Babelsberg will Geldstrafe verweigern

Der SV Babelsberg will eine Strafe für das Abbrennen von Pyrotechnik nicht begleichen. Dem Verein droht damit der Ausschluss vom Spielbetrieb der vierten Liga.

Fanblock SV Babelsberg 03
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Fanblock SV Babelsberg 03


Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 will die Frist des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) zur Zahlung einer Geldstrafe verstreichen lassen. Dies bestätigte der Verein vor dem Stichtag am Freitag. Käme es dazu, droht den Brandenburgern der Ausschluss vom Spielbetrieb der vierten Liga.

Der Verein war nach dem Regionalligaspiel gegen den FC Energie Cottbus im vergangenen April durch den NOFV wegen Abbrennens von Pyrotechnik zu einer Zahlung von 7000 Euro verurteilt worden. Cottbus musste wegen unsportlichen Verhaltens in mehreren Fällen 6000 Euro zahlen.

Ein zweites Urteil wegen "rechtsradikaler und antisemitischer Verfehlungen" mit einer Strafzahlung von 5000 Euro wurde nach Berufung von Energie jedoch aufgehoben. Die Partie stand mehrfach vor dem Abbruch, vermummte Cottbusser waren auf das Spielfeld gestürmt.

Bei einem Verstreichen der Zahlungsfrist könnte Babelsberg hart sanktioniert werden. "Wenn alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind, dann kann die erste Herrenmannschaft vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden", sagte Michael Flottron vom NOFV.

tip/dpa



insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
sb411 01.02.2018
1. Nordostdeutscher Fussballverband
Wie dieser Verband den SV Babelsberg 03 mit seinen überwiegend linken Fans verfolgt und über die Verfehlungen der braunen Fangemeinde von Energie Cottbus hinwegsieht, zeigt deutlich, wes Geistes Kind die Verbandsvertreter sind. Eine große braune Suppe.
HaMü 01.02.2018
2. Es geht nicht um Pyrotechnik
Der Verein hat kein Problem damit, eine Strafe wegen Pyrotechnik zu bezahlen, sondern mit der Urteilsbegründung.
Seifert 01.02.2018
3.
Frage: Mitarbeiter von,z.B.,VW oder der Stadt Köln benehmen sich irgendwo so schaendlich daneben, dass es eine Geld Busse setzt wer zahlt dann wohl? Warum sollte es bei Profisportveranstaltungen anders sein?
quark2@mailinator.com 01.02.2018
4.
Ich finde es immer wieder abstrus, daß hier systematisch die Opfer verurteilt werden. Die Klubs sind Opfer dieser Pseudo-Fans. Es schadet ihrem Leumund und damit auch ihren Einnahmen. Es erhöht auch die Ausgaben. Effektiv nimmt man den Klubs mit so einer Verurteilung auch noch Geld weg, welches dann bei der Bekämpfung dieser Umtriebe fehlt. Aus meiner Sicht wird hier fälschlich davon ausgegangen, daß die Klubs reale Möglichkeiten hätten, diese Dinge zu verhindern. Aber Fußballvereine sind keine Polizei. Es ist nicht ihre Aufgabe, Delikte zu bekämpfen. Für sowas gibt es die Polizei mit den entsprechenden Befugnissen. Diese sollten ohne Einschränkung auch in den Stadien gelten und wenn das zuviel kostet, soll doch die Liga dafür zahlen. Die Einnahmen sind hoch genug, wie man an den Millionentransfers sehen kann - nur das Geld ist eben nur bei wenigen Klubs. Also - Mein Vorschlag: Die Liga bezahlt für die Sache bundesweit und die Schwerpunkte dafür werden von Profis festgelegt. Die einzelnen Klubs übertragen ihr Hausrecht entsprechend teilweise, so daß das gemacht werden kann.
quark2@mailinator.com 01.02.2018
5.
Zitat von sb411Wie dieser Verband den SV Babelsberg 03 mit seinen überwiegend linken Fans verfolgt und über die Verfehlungen der braunen Fangemeinde von Energie Cottbus hinwegsieht, zeigt deutlich, wes Geistes Kind die Verbandsvertreter sind. Eine große braune Suppe.
Ihnen ist bekannt, daß die Leute in Cottbus Stadionverbot haben und auch nicht mehr als Gruppe auftreten dürfen ? Hier kann man jede Woche lesen, was alles gemacht wird. Aber die Möglichkeiten sind irgendwo begrenzt, wenn sich eine entschlossene Minderheit unbedingt durchsetzen will. Es sind nicht viele, aber sie sind halt sehr aktiv in ihrem Angriff auf guten Sitten. Es ärgert mich massiv, daß so wenige D***** in der Lage sind, den guten Ruf einer ganzen Stadt zu zerstören. Das hat das Nest einfach nicht verdient.
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