Zweite Bundesliga Darmstadt feiert, 1860 gelingt Befreiungsschlag

Partystimmung in Darmstadt: Der Zweitliga-Aufsteiger fertigte Union Berlin ab und steht vor dem Durchmarsch in die Bundesliga. 1860 München siegt in Fürth, Bochum schlägt Heidenheim.

Darmstadts Sailer (Mitte): Auf dem Weg in die Bundesliga
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Darmstadts Sailer (Mitte): Auf dem Weg in die Bundesliga


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Hamburg - Der SV Darmstadt hat seine Ambitionen untermauert, in die Bundesliga aufzusteigen. Das Lilien genannte Team gewann sein Heimspiel gegen Union Berlin 5:0 (2:0) und steht damit weiterhin auf einem direkten Aufstiegsplatz. Leon Balogun (32. Minute) und Romain Brégerie per Elfmeter (45.+2) brachten den Aufsteiger bereits in der ersten Hälfte auf die Siegerstraße, Milan Iwana (58.) und Kapitän Aytac Sulu (80. und 83.) legten nach.

Darmstadt begann auch ohne den gesperrten Top-Torjäger Dominik Stroh-Engel vielversprechend. Marcel Heller und Marco Sailer setzten sich häufig auf den Außenbahnen durch, ihre Flanken fanden aber zunächst keine Abnehmer. Ein Standard sorgte dann doch für das 1:0 von Balogun, der per Kopf traf (32.). Mit dem Halbzeitpfiff war die Partie schon entschieden, nachdem zuvor Berlin-Keeper Mohamed Amsif gegen Sailer zu spät gekommen war, foulte, und als letzter Mann die Rote Karte sah (45.+1). Den anschließenden Elfmeter verwandelte Brégerie sicher.

In der zweiten Hälfte gelang Iwana erst das 3:0 mit einem Schuss aus kurzer Distanz. Sulu sorgte mit einem Doppelpack (80. und 83.) für das Endergebnis. Darmstadt bleibt damit seit 16 Partien unbesiegt, Berlin rutscht auf den 13. Platz ab.

VfL Bochum - 1. FC Heidenheim 4:1 (2:1)

Bochums neuer Trainer Gertjan Verbeek darf nach zuletzt drei Unentschieden in Serie über den nächsten Erfolg jubeln. Der VfL schlug den 1. FC Heidenheim 4:1 (2:1). Bochum, das wieder auf den zuletzt rotgesperrten Thomas Eisfeld vertraute, hatte von Beginn an die größeren Spielanteile und nutzte das auch aus: Simon Terrode (11.) und Stanislav Sestak (20.) schossen einen schnellen Zwei-Tore-Vorsprung heraus. Kurz vor der Pause brachte Robert Leipertz die Gäste per Elfmeter zurück ins Spiel (41.). Danny Latza hatte Florian Niederlechner zuvor gefoult.

In Hälfte zwei war Heidenheim nah am Ausgleichstreffer, doch Bochums Sestak stellte den alten Abstand wieder her (71.). Kurz darauf machte Michael Gregoritsch (74.) alles klar, der VfL revanchierte sich damit für die 0:5-Hinspielpleite.

Greuther Fürth - 1860 München 0:3 (0:1)

Bei der Spielvereinigung kam es nicht nur zu einem Derby, sondern auch zu einem Duell der Tabellennachbarn. Fürth rangierte vor der Partie auf Rang 14, 1860 München nur einen Platz dahinter. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die Löwen leicht dominierten und folgerichtig die Führung erzielten: Krisztián Simon behielt frei vor Fürth-Keeper Wolfgang Hesl die Nerven (34.).

Nach dem Seitenwechsel drängten die Fürther auf den Ausgleich, doch Marco Stiepermann hatte Probleme mit der Ballannahme (49.) und Johannes Wurtz stand knapp im Abseits (63.). So konnte München den zweiten Treffer erzielen: Korbinian Vollmann entwischte der Fürther Abwehr und traf (65.). Adlung konnte in der 71. Minute sogar noch ein Tor nachlegen. Damit rückt 1860 bis auf drei Punkte an den Konkurrenten aus Fürth in der Tabelle heran.

zaf



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insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
stitch2 13.03.2015
1. Was heißt denn vorübergehend?
Lautern müsste 8:0 Spielen um uns diese Woche noch zu überholen...
noalk 13.03.2015
2. von wegen Durchmarsch
Die Lilien haben das wohl schwerste Restprogramm: Alle direkten Konkurrenten um den Aufstiegsplatz. Der Kuchen ist noch lange nicht gegessen.
friedel1848 13.03.2015
3. Erster Erfolg?!
Verbeek hat als Trainer des VfL schon einmal gewonnen - gegen Braunschweig 3:2.
Reziprozität 13.03.2015
4.
Union Coach Düwel hat vor dem Spiel bei den Lilien grossspurig einen "Systemwechsel" angekündigt, na, das hat wohl nicht ganz funktioniert ... Ist ja auch der richtige Zeitpunkt vor dem schweren Auswärtsspiel bei einer der Spitzenteams der Zweiten Liga mal ordentlich herumzuexperimentieren. Geht's noch? Ich finde, es ist langsam an der Zeit, dass auch auf der Union-Trainerbank mal ein Systemwechsel stattfinden sollte. Düwel hat vor der Saison viel versprochen und noch nichts davon geliefert, im Gegenteil (s. Mattuschka).
Reziprozität 13.03.2015
5.
P.S.: "...Damit überholte 1860 den Konkurrenten aus Fürth in der Tabelle. ." Das stimmt nicht, 1860 liegt immer noch 3 Zähler hinter Fürth zurück.
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