Hannover-Sieg in Wolfsburg Huszti, Huszti, Huszti, Huszti

Im Fußball sorgen Torjäger für die Schlagzeilen, nicht jedoch beim Bundesliga-Spiel zwischen Wolfsburg und Hannover. Vier Tore erzielte 96 beim VfL, alle vier vorbereitet von Szabolcs Huszti. Der Ungar kehrte vor der Saison zum Bundesligisten zurück - für einen Schnäppchen-Preis.

Hannover-Profi Huszti (Mitte): Vier Vorlagen gegen Wolfsburg
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Hannover-Profi Huszti (Mitte): Vier Vorlagen gegen Wolfsburg


Hamburg - Es war einer dieser Transfers, die man zur Kenntnis nimmt, nicht mehr. Wenn Javier Martínez für 40 Millionen Euro zum FC Bayern wechselt, Borussia Dortmund rund 17 Millionen Euro für Marco Reus ausgibt und Rafael van der Vaart für 13 Millionen Euro zum HSV zurückkehrt, kann der Name Szabolcs Huszti schonmal untergehen. In Wolfsburg werden sie sich ihn merken.

Ende Juli wechselte Huszti von Zenit St. Petersburg zurück zu Hannover 96. Mit seinem alten und neuen Club, für den er bereits von 2006 bis Januar 2009 aufgelaufen war, trat der Ungar in Wolfsburg an - und nahm den VfL beinahe im Alleingang auseinander. 4:0 (2:0) gewann 96, alle vier Tore bereitete Huszti vor.

In der 10. Minute traf Karim Haggui per Kopf zur Führung für 96 - nach einer Ecke von Huszti. Artur Sobiech erhöhte in der 26. Minute auf 2:0 - nach einem Pass von Huszti. Zu Beginn der zweiten Halbzeit (52.) markierte Leon Andreasen den dritten Treffer für Hannover - nach einem Freistoß von Huszti. Und schließlich traf Sobiech in der 56. Minute ein zweites Mal - nach einer Flanke von Huszti.

"Das ist überragend. Man merkt, er kommt in seinen Rhythmus, er kommt in sein Tempo", lobte Hannovers Trainer Mirko Slomka seinen Vierfach-Vorbereiter. Der Coach war laut Huszti einer der Gründe, warum er nach dreieinhalb Jahren bei Zenit zu 96 zurückgekehrt war. "Der Trainer hat sich sehr um mich bemüht - das tut gut und war ein wichtiger Grund für meine Zusage. Seit meinem Weggang hat sich der Club toll entwickelt", kommentierte Huszti seinen Wechsel.

Mit der Verpflichtung des 29-Jährigen bewiesen die Verantwortlichen in Hannover einmal mehr ihr Geschick bei Transfers. Vergleichsweise läppische 800.000 Euro musste 96 nach St. Petersburg überweisen. Dafür bekamen sie einen Spieler, der schon in seiner ersten Zeit bei Hannover überzeugt hatte, als er zwischen Sommer 2006 und Winter 2009 in 87 Spielen 18 Tore erzielte. Sein neuer Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2015.

In Hannover ist Huszti ein entscheidender Baustein im Konzept von Slomka. Er übernimmt den kreativen Part im offensiven Mittelfeld, der bislang allein Jan Schlaudraff zufiel. Der wird nun entlastet und kann seine Torgefahr als hängende Spitze noch mehr ausspielen. Als Vorbereiter wird Schlaudraff derzeit ja nicht unbedingt benötigt.

ham



insgesamt 4 Beiträge
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lc2010 02.09.2012
1. wunderbar
Zum einen freut mich die entwicklung von h96, ein seriöser verein, und für wolfsburg kein problem, da muss nur die vw schatulle geöffnet werden und das karussell kann sich drehen. I have a dream: wolfsburg und hoffenheim nach 34 spieltagen auf den plätzen 17 u. 18
shnullck 02.09.2012
2.
16. platz relegation für einen von beiden mit aufstieg zweitligist fände ich auch ganz okay ;)
nasic 02.09.2012
3. Hmm,
ich bin da nicht so sicher mit dem öffnen der VW Schatulle. Magath hat ja von VW schon einen "Finanz" Auspasser vor die Nase gesetzt bekommen. Wenn das in Wolfsburg so weiter geht und am Ende der Saison wieder nur unteres Mittelfeld ohne Europa rauskommt denke ich wird auch für einen Magath die Luft dünner.
HäretikerX 03.09.2012
4. Ja, aber..
Zitat von nasicich bin da nicht so sicher mit dem öffnen der VW Schatulle. Magath hat ja von VW schon einen "Finanz" Auspasser vor die Nase gesetzt bekommen. Wenn das in Wolfsburg so weiter geht und am Ende der Saison wieder nur unteres Mittelfeld ohne Europa rauskommt denke ich wird auch für einen Magath die Luft dünner.
..wenn ich auf die "Einkäufe" schaue, hat dort jemand seinen Job nicht gemacht.. ;-)
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