Krisenklub Hannover 96 trennt sich von Trainer Korkut

Der sportliche Niedergang bei Hannover 96 hat Konsequenzen: Der Bundesligist hat sich von Trainer Tayfun Korkut getrennt. Das Team ist in der gesamten Rückrunde bisher noch ohne Sieg.

96-Coach Korkut: Trennung nach Absturz auf Platz 15
Bongarts/Getty Images

96-Coach Korkut: Trennung nach Absturz auf Platz 15


Der abstiegsbedrohte Fußballbundesligist Hannover 96 hat auf seine sportliche Talfahrt reagiert und sich am Montag von Trainer Tayfun Korkut getrennt. Dies teilte der Verein mit. Die Norddeutschen hatten am Samstag bei Bayer Leverkusen eine 0:4-Niederlage erlitten und blieben damit zum 13. Mal hintereinander ohne Sieg.

Bis zum kommenden Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen 1899 Hoffenheim soll nach Vereinsangaben ein neuer Trainer verpflichtet sein. Als Nachfolgekandidaten waren zuletzt Peter Neururer und Volker Finke genannt worden.

"Warten wir mal ab. Ich habe noch einen Vertrag beim VfL Bochum. Mit Hannover ist noch gar nichts klar", sagte Neururer dazu. Der 59-Jährige bestätigte, "immer mal wieder Kontakt" mit Hannovers Clubchef Martin Kind zu haben. Neururer hatte nach längerer Pause bis Dezember 2014 den Zweitligisten Bochum trainiert. In Hannover war er 1994/95 und 2005/2006 bereits Chefcoach.

Korkut war am 31. Dezember 2013 als Nachfolger von Mirko Slomka verpflichtet worden. In der ersten Saison landete der Coach am Ende auf Rang zehn. Zum Ende der Hinrunde der laufenden Saison lagen die Hannoveraner auf Rang acht. Danach folgte eine Serie von 13 Spielen ohne Sieg und das Ende der Ära Korkut.

Korkut ist der neunte Trainer in der laufenden Bundesliga-Saison, der vorzeitig gehen muss. Vor dem bisherigen Coach von Hannover 96 mussten Peter Knäbel, Josef Zinnbauer und Mirko Slomka (alle Hamburger SV), Jens Keller (Schalke 04), Robin Dutt (Werder Bremen), Jos Luhukay (Hertha BSC) und Kasper Hjulmand (Mainz 05) ihre Plätze räumen. Armin Veh trat als Cheftrainer des VfB Stuttgart von sich aus zurück.

aha/sid/dpa



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insgesamt 32 Beiträge
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Seite 1
Karbonator 20.04.2015
1.
Die Trennung von Korkut ist an sich keine große Überraschung und auch wohl verständlich. Das, was wirklich an H96 nervt, sind die teilweise offenbar unüberlegten Einwürfe von Präsi Kind. Der Mann sollte sich einfach eine Zeit lang 100% zurückhalten... dann würde er auch keine Jobgarantie für einen Trainer ausgeben, den er dann wenige Tage später entläßt.
gencler-germany 20.04.2015
2. schade
Martin Kind hat lange verantwortungsvoll seine schützenden Hände über diesen symphatischen Coach gehalten und nicht branchenüblich gehandelt. Leider konnte 96 die Wende bisher nicht schaffen, daher scheint diese Lösung für den Klub die richtige. Schade, alles Gute und vielen Dank Tayfun hoca!
vereinsmeier 20.04.2015
3. in diesem Fall
finde ich die Entscheidung nachvollziehbar, da auch die Mannschaft nurmehr gefrustet und negativ gestimmt auftritt. Vielleicht bringt ein neuer Trainer die Köpfe mal wieder etwas in Schwung, spielerisch sollten sie es ja eigentlich drauf haben, wie die Hinrunde gezeigt hat.
Nonvaio01 20.04.2015
4. wen wundert es
eigentlich hat H96 ein gutes team, da kann es in diesem fall nur am coach liegen, beim HSV ist es eher das Team, nicht der coach (wer auch immer da mal gerade als coach arbeitet)
spon_2937981 20.04.2015
5. Kind...
Wann hat M. Kind das letzte Mal gesagt, dass Korkut sein Vertrauen genießt und definitiv Trainer bleiben wird? Vorgestern? Dass ein so grottenschlechter Vereinsmanager/ -präsident gleichzeitig ein so erfolgreicher Unternehmer sein kann, ist doch höchst erstaunlich...
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