Tennis: Williams gewinnt Weltmeisterschaft

Zweisatzsieg im Endspiel: Serena Williams hat dank eines klaren Erfolgs gegen Maria Scharapowa die Weltmeisterschaft in Istanbul gewonnen. Hingegen verlor Roger Federer im Finale von Basel überraschend gegen Juan Martin del Potro.

Tennisspielerin Williams: Finalsieg gegen Scharapowa Zur Großansicht
AFP

Tennisspielerin Williams: Finalsieg gegen Scharapowa

Hamburg - Serena Williams hat zum dritten Mal nach 2001 und 2009 die Tennis-Weltmeisterschaft gewonnen. Die Amerikanerin setzte sich in Istanbul im Endspiel der mit 4,9 Millionen Dollar dotierten WTA-Veranstaltung gegen die Russin Maria Scharapowa 6:4, 6:3 durch. Nach 1:29 Stunden verwandelte die jüngere der beiden Williams-Schwestern vor 16.410 Zuschauern im Sinan Erdem Dome ihren ersten Matchball. Für die Nummer drei der Welt war es nach den Triumphen in Wimbledon und bei den US Open sowie dem Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London der vierte große Titel in Serie.

Williams hat hat damit 2012 weiterhin nur vier Matches verloren (58 Siege). Seit 1990 gab es keine bessere Erfolgsquote mehr. Die Nummer zwei des Rankings wartet damit seit acht Jahren auf einen Erfolg gegen die jüngere Williams-Schwester, die die letzten neun Duelle gewonnen hat.

Schon zuvor hatten die Russinnen Maria Kirilenko und Nadja Petrowa den Doppel-Titel gewonnen. Die Olympia-Dritten setzten sich im Finale 6:1, 6:4 gegen Andrea Hlavackova und Lucie Hradecka aus Tschechien durch. Kirilenko (25 Jahre) und Petrowa (30) kassierten ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 375.000 Dollar. Die French-Open-Finalistinnen Kirilenko und Petrowa hatten im Halbfinale die Weltranglisten-Ersten Sara Errani und Roberta Vinci 1:6, 6:3, 10:4 rausgeworfen. Die Italienerinnen hatten in dieser Saison die Grand-Slam-Turniere in Paris und New York gewonnen.

Unterdessen hat Roger Federer den sechsten Titel bei seinem Heimturnier in Basel verpasst. Der Weltranglistenerste unterlag im Endspiel dem Argentinier Juan Martín del Potro 4:6, 7:6 (7:5), 6:7 (3:7). Federer vergab damit die Chance, mit seinem 77. Titel auf der ATP-Tour mit John McEnroe gleichzuziehen. Nach sieben Niederlagen in Serie feierte del Potro seinen dritten Sieg im 16. Duell mit Federer. Für den 24 Jahre alten del Potro war es der vierte Titel in diesem Jahr und der 13. in seiner Karriere.

leh/dpa/sid

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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.