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03. Juni 2012, 19:34 Uhr

Fußball-Zoff

Zwanziger wehrt sich gegen Hoeneß-Kritik

Der Zoff zwischen den Fußball-Funktionären geht in eine neue Runde: Nach den Verbalattacken von Bayern-Präsident Uli Hoeneß in Richtung Theo Zwanziger kontert der frühere DFB-Boss. Er bezeichnet die Aussagen als "primitiv und verletzend".

Hamburg - Der frühere DFB-Chef Theo Zwanziger hat die Verbalattacke von Bayern-Präsident Uli Hoeneß als "primitiv und verletzend" zurückgewiesen. "Uli Hoeneß, den ich bisher sehr geschätzt habe, muss aufpassen, dass er sich mit seinen vielen Sprüchen nicht zu einem Clown entwickelt", sagte Zwanziger der "Bild"-Zeitung.

Hoeneß hatte dem Ex-Boss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mangelnde Englisch-Kenntnisse bescheinigt. Bei einer Tagung der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche in Hamburg sagte Hoeneß zwar, Zwanziger sei keine "lame duck" (lahme Ente), also ohne große Einflussnahme, ergänzte jedoch: "Für ihn ist es ja schon ein Problem, lame duck zu übersetzen, weil er kein Englisch kann." Zwanzigers Konter: "Ich denke, dass meine Englisch-Kenntnisse ausreichen. Und bei der Fifa kommt es auf Sachkompetenz und ehrliche Arbeit an. Mit Sprüchen allein erreicht man nichts."

Zwanziger ist nach seinem Rückzug als DFB-Chef weiterhin Mitglied im Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes. Hoeneß glaubt jedoch, dass von Zwanziger bei einer Reform der Fifa nicht viel zu erwarten sei und warf ihm vor, er ließe sich vom umstrittenen Fifa-Chef Joseph Blatter "beschmusen".

ham/dpa

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