Fußball-Zoff: Zwanziger wehrt sich gegen Hoeneß-Kritik

Der Zoff zwischen den Fußball-Funktionären geht in eine neue Runde: Nach den Verbalattacken von Bayern-Präsident Uli Hoeneß in Richtung Theo Zwanziger kontert der frühere DFB-Boss. Er bezeichnet die Aussagen als "primitiv und verletzend".

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dapd

Fifa-Mitglied Zwanziger: "Mit Sprüchen allein erreicht man nichts"

Hamburg - Der frühere DFB-Chef Theo Zwanziger hat die Verbalattacke von Bayern-Präsident Uli Hoeneß als "primitiv und verletzend" zurückgewiesen. "Uli Hoeneß, den ich bisher sehr geschätzt habe, muss aufpassen, dass er sich mit seinen vielen Sprüchen nicht zu einem Clown entwickelt", sagte Zwanziger der "Bild"-Zeitung.

Hoeneß hatte dem Ex-Boss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mangelnde Englisch-Kenntnisse bescheinigt. Bei einer Tagung der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche in Hamburg sagte Hoeneß zwar, Zwanziger sei keine "lame duck" (lahme Ente), also ohne große Einflussnahme, ergänzte jedoch: "Für ihn ist es ja schon ein Problem, lame duck zu übersetzen, weil er kein Englisch kann." Zwanzigers Konter: "Ich denke, dass meine Englisch-Kenntnisse ausreichen. Und bei der Fifa kommt es auf Sachkompetenz und ehrliche Arbeit an. Mit Sprüchen allein erreicht man nichts."

Zwanziger ist nach seinem Rückzug als DFB-Chef weiterhin Mitglied im Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes. Hoeneß glaubt jedoch, dass von Zwanziger bei einer Reform der Fifa nicht viel zu erwarten sei und warf ihm vor, er ließe sich vom umstrittenen Fifa-Chef Joseph Blatter "beschmusen".

ham/dpa

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insgesamt 27 Beiträge
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1. Ach , Hoeness
parisien 03.06.2012
Eigentlich kennzeichnet eine "lame duck" eine Situation, in der der Betroffene zwar noch im Amt ist , aber nichts mehr bewirken kann (zB , weil der Nachfolger bereits gewählt , aber selbst noch nicht ernannt ist). Es geht also um eine ganz spezielle Art des mal gehabten ,aber nicht (mehr) vorhandenen Einflusses aus einem ganz bestimmten Amt. Dass der Betreffende ein anderes , nicht so einflußreiches Amt bekleidet, wird von diesem Begriff nicht erfasst. H. sollte doch vorsichtiger sein, wenn es ums Filigrane geht.
2. der Mann der großen Töne
Emil Peisker 03.06.2012
Zitat von parisienEigentlich kennzeichnet eine "lame duck" eine Situation, in der der Betroffene zwar noch im Amt ist , aber nichts mehr bewirken kann (zB , weil der Nachfolger bereits gewählt , aber selbst noch nicht ernannt ist). Es geht also um eine ganz spezielle Art des mal gehabten ,aber nicht (mehr) vorhandenen Einflusses aus einem ganz bestimmten Amt. Dass der Betreffende ein anderes , nicht so einflußreiches Amt bekleidet, wird von diesem Begriff nicht erfasst. H. sollte doch vorsichtiger sein, wenn es ums Filigrane geht.
Hoeneß, der rotbackige Wurstproduzent war noch nie ein Mann des Floretts. Er ist auch nicht mit der Gabe der zwingenden Logik ausgestattet. Er ist mehr der Mann der großen Töne, der heißen Luft und derber Rethorik. Er hat so dass Niveau meines Fleischermeisters, wobei der gegen Hoeneß geradezu charmant daherkommt.
3.
Karbonator 03.06.2012
Zitat von parisienDass der Betreffende ein anderes , nicht so einflußreiches Amt bekleidet, wird von diesem Begriff nicht erfasst. H. sollte doch vorsichtiger sein, wenn es ums Filigrane geht.
Und wie kommst du darauf, daß Uli H. davon redet, daß "der Betreffende ein anderes , nicht so einflußreiches Amt bekleidet"? Im verlinkten Artikel heißt es: Das klingt durchaus nach dem, was man auch unter "lame duck" verstehen kann. Auch wenn ich es nervig finde, daß der Ausdruck so grassiert.
4.
alexbln 03.06.2012
honess hat in jedem falle recth was die fifa und deren mafiöse methoden angeht. von zwanziger muß man da leider enttäuschts sein. er hat manch richtige sund wichtiges im dfb angestoßen - aber bei der fifa ist er nur ein williger mitläufer des systems blatter- was so schlimm wie die lichtgestalt der kaiser franz.
5. Hää???
bernard_bs 03.06.2012
'Zwanzigers Konter: "Ich denke, dass meine Englisch-Kenntnisse ausreichen. Und bei der Fifa kommt es auf Sachkompetenz und ehrliche Arbeit an. Mit Sprüchen allein erreicht man nichts.' Hab' ich was verpasst? Fifa und erliche Arbeit in einem Satz - wie verwirrt kann ein Mensch denn noch werden, mehr geht doch gar nicht mehr! Englisch ist gewiss nicht sein Hauptproblem, das Scheitern an der Realität scheint ein erheblich größeres zu sein!
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