+++ Transferticker +++ Boateng soll Mourinho persönlich abgesagt haben

Laut Medienberichten wird Jérôme Boateng nicht zu Manchester United wechseln. Chelseas Torhüter Thibaut Courtois scheint derweil einen Transfer zu Real Madrid erzwingen zu wollen.

Jérôme Boateng
DPA

Jérôme Boateng


+++ Kein Wechsel +++

Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng vom FC Bayern München soll dem angeblich an einer Verpflichtung interessierten englischen Rekordmeister Manchester United einem Bericht von "Bild" und "Sport Bild" zufolge abgesagt haben. Der 29-Jährige habe Trainer José Mourinho telefonisch mitgeteilt, dass er seine größeren sportlichen Perspektiven für einen erneuten Champions-League-Sieg in München sehe. Auch ein Gespräch mit Bayern-Trainer Niko Kovac habe eine Rolle gespielt, hieß es in dem Bericht.

Zuvor hatten beide Medien berichtet, Manchester United solle 25 Millionen Euro Ablöse für den Innenverteidiger geboten haben, der FC Bayern jedoch mindestens 50 Millionen Euro fordern. Das Transferfenster in England schließt bereits an diesem Donnerstag.

Bayern-Coach Kovac hatte nach dem 1:0-Sieg des FC Bayern im Testspiel gegen Manchester United am Sonntagabend erklärt, es gebe nichts Neues. Kapitän Manuel Neuer erklärte, er gehe nicht davon aus, dass Boateng die Münchner verlasse. Sportdirektor Hasan Salihamidzic wollte sich nicht äußern. Als möglicher Interessent am Weltmeister von 2014 gilt auch Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel. (mfu/dpa)

+++ Unter Zeitdruck +++

Courtois drängt auf seinen Wechsel zu Real

Torhüter Thibaut Courtois möchte unbedingt zu Real Madrid wechseln und hat sich deshalb entschieden, dem Training seines bisherigen Klubs fernzubleiben. Der Belgier hätte am Montag seine Arbeit beim FC Chelsea wieder aufnehmen müssen, fehlt nun aber schon den zweiten Tag in Folge unentschuldigt.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte sein Berater Christophe Henrotay gegenüber Sky Sports gesagt, Courtois habe den Chelsea-Verantwortlichen deutlich gemacht, er sehe seine Zukunft in Madrid. "Für ihn ist es eine wichtige Entscheidung, denn er will näher bei seiner Familie sein. Und es gibt ein Angebot, das Chelsea akzeptieren sollte", sagte Henrotay. Courtois' Kinder leben in Madrid, von 2011 bis 2014 spielte er bei Atlético.

Chelsea will jedoch nicht mit Willy Caballero, 36, oder dem 38-jährigen Robert Green als Stammtorhüter in die Saison gehen. In der Premier League endet das Transferfenster bereits am kommenden Donnerstag (9. August), die Blues stehen deshalb unter Zeitdruck. Englische Medien berichten von einem Interesse an Jack Butland (Stoke City), zudem gibt es Gerüchte um einen Wechsel von Atléticos Jan Oblak, der jedoch eine Ausstiegsklausel in Höhe von 100 Millionen Euro haben soll. (krä/sid)

+++ Bereits fix +++

Nächster Versuch für Hart in der Premier League

Der langjährige englische Nationaltorwart Joe Hart wird definitiv nicht der neue Mann beim FC Chelsea. Hart wechselt innerhalb der Premier League von Manchester City zum Ligakonkurrenten FC Burnley. Der 31-Jährige erhielt beim Europa-League-Teilnehmer einen Zweijahresvertrag plus Option auf eine weitere Spielzeit. Die Ablöse beträgt umgerechnet vier Millionen Euro.

Der 75-malige Nationalspieler verlässt ManCity nach zwölf Jahren, in denen er mit den Skyblues zweimal die englische Meisterschaft sowie den FA Cup gewann. Unter dem früheren Bayern-Trainer Pep Guardiola hatte Hart vor zwei Jahren allerdings seinen Stammplatz verloren. Zuletzt war er an West Ham United ausgeliehen, wo er aber ebenfalls nur noch die Nummer zwei war. (krä/sid)

Leverkusen vergibt Kießlings Rückennummer

Bayer Leverkusen hat für die kommende Saison der Bundesliga den schwedischen WM-Teilnehmer Isaac Kiese Thelin verpflichtet. Der Stürmer kommt auf Leihbasis für ein Jahr vom belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht nach Leverkusen. Der finnische Angreifer Joel Pohjanpalo fällt wegen einer Durchblutungsstörung im rechten Bein vorerst aus, deshalb sah sich der Bundesligist genötigt, eine weitere Alternative zu verpflichten.

Isaac Kiese Thelin
REUTERS

Isaac Kiese Thelin

"Isaac stellt eine zusätzliche Option für unser Offensivspiel dar. Durch ihn werden wir im Angriff noch variabler", sagte Bayer-Trainer Heiko Herrlich. Kiese Thelin bekommt in Leverkusen die Rückennummer 11, die jahrelang Stefan Kießling trug. Kießling hatte seine Karriere nach der vergangenen Saison beendet. Der 26-Jährige muss sich im Kampf um einen Stammplatz gegen Lucas Alario und Kevin Volland durchsetzen - eine äußerst schwierige Aufgabe. (krä/dpa)

+++ Gerüchteküche +++

Kovavic vor Wechsel zu Chelsea?

Wie die spanische Sportzeitung Marca berichtet, steht Mateo Kovacic vor einem Wechsel zum FC Chelsea. Der zentrale Mittelfeldspieler, der in der letzten Saison in 36 Pflichtspielen für Real Madrid zum Einsatz kam, soll demnach unzufrieden mit seiner Rolle bei den Madrilenen sein und Chelsea-Trainer Maurizio Sarri eine weitere Alternative im Mittelfeld ermöglichen. Bei den Londonern stünde der kroatische Nationalspieler vor einem Konkurrenzkampf mit Weltmeister N'Golo Kanté oder Cesc Fàbregas. Eine Einsatzgarantie sieht anders aus. (leo)

Mehr zum Thema


insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
schehksbier 07.08.2018
1. Dembele
hat es vorgemacht und verdeutlicht, daß in diesem nur vom Geld geprägten Sport ein solcher Weg zum Ziel führt. Ist es ein Wunder, wenn andere wechselwillige Spieler auf diesen Zug springen? Die Verträge im Profifußball sind längst keine Vereinbarungen mehr, sondern eher Preisschilder. Und wenn die geforderten Preise Wechsel nicht ermöglichen, wird eben mit Arbeitsverweigerung reagiert. Das dürfte wenigstens so lange erfolgreich sein, bis ein Verein den Mut aufbringt, einem so agierenden Spieler einen Tribünenplatz oder Einsätze in der dritten Mannschaft verordnet und ihn auf diese Weise "vertrocknen" läßt. Ich sehe jedoch keinen Verein, welcher das durchführen würde, denn auf diese Weise würden Millionenbeträge verbrannt - Wechsel durch Arbeitsverweigerung werden wohl bald zum Alltag im Profifußball gehören...
Freifrau von Hase 07.08.2018
2.
Hart bleiben Chelsea! Am Ende kann der Spieler nichts machen, außer sich auf die Tribüne zu hocken. Bin da allerdings bei Kommentator N.1, da verbrennt Geld. Die Vereine werden wohl bald dazu übergehen, die Verträge stark leistungsbezogen zu gestalten.
ge1234 07.08.2018
3. Schön wäre es....
... wenn sich alle Vereine solidarisch zeigen würden und alle Spieler, die durch Maßnahmen wie Arbeitsverweigerung, Nichtteilnahme am Training etc. ihren Wechselwillen durchsetzen wollen, verzichten würden.. Wird leider nur nicht passieren, weil auch die aufnehmenden Vereine davon profitieren, auch wenn es sie später selber treffen könnte. Verträge sind mittlerweile nicht mehr das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurden. Insofern bleibt zu wünschen, dass der FCB in der Causa Lewandowski hart bleibt, ohne dass ich jedoch dem Vorzeigesportler und Musterprofi Lewandowski derartiges Verhalten unterstellen will.
pauerkraut 07.08.2018
4. Moderne Arbeitnehmer..
Gelten Arbeits Verträge als bindend nur noch fuer die Clubs ???
-volver- 07.08.2018
5. Hmm
könnte man die sache nicht so gestalten, dass spieler einen teil ihrer ablöse selbst an ihren club zu zahlen haben? Dann würde wohl aber keiner mehr wechseln wollen... dies wäre für kleinere clubs, die auch auf transfergewinne abgewiesen sind schlecht. hmm
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.