Torloser DFB-Angreifer Müller "Habe bisher nicht viel falsch gemacht"

Ein Tor hat Thomas Müller bei der EM noch nicht erzielt, dennoch ist der Angreifer mit seinem Spiel zufrieden. Im Halbfinale gegen Frankreich könnte er die Rolle des verletzten Mario Gomez übernehmen.


Mario Gomez fällt fürs Halbfinale gegen Frankreich verletzt aus, wer soll jetzt die Tore schießen? Thomas Müller wäre eine Option - noch wartet der Münchner bei dieser EM auf einen Treffer. An seiner Spielweise will Müller aber nichts ändern.

"Ich habe bisher nicht viel falsch gemacht", sagte Müller bei der Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes: "Außer vielleicht bei einer Chance gegen Nordirland. In den anderen Situationen, zum Beispiel dem Flugkopfball oder dem Lattentreffer, würde ich es wieder genauso machen. Da haben Zentimeter gefehlt."

Ob Müller am Donnerstag (21 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) Gomez' Rolle als Mittelstürmer übernimmt, steht noch nicht fest, wie Müller sagte: "Der Trainer hat noch nicht mit mir darüber gesprochen."

Viel ändern müsse die Mannschaft aber ohnehin nicht im Spiel nach vorne: "Unser Spiel ist nicht darauf ausgelegt, einen Spieler hoch zu bedienen, der dann abprallen lässt. Das ist in unserem System nicht die Rolle des Mittelstürmers. Mario Gomez war ja nicht unsere 1A-Lösung im Aufbau. Es waren eher seine Qualitäten im Strafraum gefragt. Wenn ich dort spiele, muss ich das eben übernehmen."

Müller äußerte sich auch zu der Debatte um die Belastung der Nationalspieler. "Es geht ja eher noch in die Richtung, noch mehr Spiele zu machen, als sie zu reduzieren. Das ist schon bedenklich", sagte der Bayern-Profi. Es sei wichtig, "mental Ruhepausen zu bekommen".

Die EM 2016 findet erstmals mit 24 Teams statt. Die Anzahl der Spiele hat sich für die Finalisten auf sieben erhöht. Nach drei Wochen Urlaub beginne schon wieder die Saisonvorbereitung im Verein, so Müller. Man hole "einmal Luft und dann wird man schon wieder unter Wasser gedrückt".

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luk



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