Thomas Müller über Angebote aus England "Natürlich üben solche Gehälter ihren Reiz aus"

Thomas Müller schließt einen künftigen Wechsel in die Premier League nicht aus. Der Bayern-Profi sagt: Als Fußballer müsse er kurzfristige Entscheidungen treffen.

Müller: "Was gestern noch gegolten hat, muss morgen nicht mehr unbedingt gelten"
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Müller: "Was gestern noch gegolten hat, muss morgen nicht mehr unbedingt gelten"


Noch fehlt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ein Punkt für die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Thomas Müller denkt aber schon weiter. "Wir wollen nach Frankreich, um den Titel zu holen", sagte der Angreifer des FC Bayern München der "Welt am Sonntag". "Alles andere wäre tiefgestapelt für einen Weltmeister."

Auch zu einem möglichen Wechsel in die englische Premier League äußerte Müller sich in dem Interview. Die englischen Klubs locken Top-Spieler mit hohen Ablösen und Gehältern, im Sommer hatte Manchester United bereits hartnäckig um den Bayern-Profi geworben: "Das kann für den Fußball-Markt doch nur gut sein, wenn Vereine so viel Geld investieren können", sagte Müller: "Ich weiß, dass so mancher deutsche Verein das gerade als bedrohlich empfindet, aber irgendwie profitieren doch alle davon."

"Alles andere wäre doch geheuchelt"

Müller, der vor 15 Jahren zum FC Bayern kam, will einen Wechsel nach England nicht ausschließen: "Fußball ist letztendlich unser Beruf, darum muss akzeptiert werden, dass auch das Gehalt eine Rolle spielt. Natürlich üben solche Gehälter ihren Reiz aus, alles andere wäre doch geheuchelt", sagte Müller.

Als Fußballer müsse er kurzfristige Entscheidungen treffen und sehen, was das Beste für ihn sei: "Was gestern noch gegolten hat, muss morgen nicht mehr unbedingt gelten." Der Wohlfühlfaktor in einem Verein sei aber nicht zu unterschätzen.

Dass er nicht weiß, ob Trainer Josep Guardiola auch in der kommenden Saison die Bayern betreuen wird, sei für ihn kein Problem: "Es darf uns als Spieler auch nicht tangieren", sagte Müller. Von den Spielern werde Leistung verlangt - "ob wir nun wissen, wer 2017 unser Trainer ist oder nicht. Da gibt es nicht das 'Lahme Ente'-Phänomen, weder bei Trainern noch bei Spielern. Du spielst ja als Fußballer nie für einen Trainer."

cte



insgesamt 79 Beiträge
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ichsagemal 11.10.2015
1.
...weswegen die kleinen Jungs in kurzen Hosen einen 'väterlichen' Beschützer brauchen. Selber können die den quick-wins nicht wiederstehen. Sind sie zu schwach, sind sie zu blöde.
aurichter 11.10.2015
2. Nachtigal
ick hör dir trapsen - oder so ! Er ist ehrlich und das zählt. Bei vielen anderen Spielern klingt das immer ganz andreas. Das heißt also, daß er nächstes Jahr mit Sep Gladiola bei ManCity eine Anstellung hat und nun schon mal indirekt die Fans darauf einstimmt. Clever der Junge und der Reitsport genießt dort auch ein hohes ansehen.
fizzi4u2015 11.10.2015
3. Vielen Dank
für diese Offenbarung. Bisher fand ich Herrn Müller sympathisch. Aber wenn 5 Millionen im Jahr nicht reichen, dann darf man ihn wohl (wie auch die meisten anderen Fußballer) als abgehoben bezeichnen.
chris23456 11.10.2015
4. Müller nach England.....
Mit seinem Weichei-Gehabe und oft praktizierter Käferhaltung (den man auf den Rücken gedreht hat) ist er nach einem Jahr wieder zurück. Im Gegensatz zu der BL gibt es auf der Insel keinen Schiri-Bonus wie für FCB, und gelegentlich spricht man auch wie Männer miteinander.... Bleib' zuhause, Bürschchen....Besser für deine Gesundheit. Schiele nicht auf die Ghälter... Hast micht genug bei FCB ? Uli ansprechen...
maxgil 11.10.2015
5. Na
dann isser wohl bald weg. Gibt immer einen größeren Fisch, wird sich wohl auch der FCB dran gewöhnen müssen. That's life!
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