Fußballnationalmannschaft Timo Werner hofft auf Özil-Comeback

Ein weiterer Nationalspieler hat sich zum Fall Mesut Özil geäußert: Angreifer Timo Werner wünscht sich eine Rückkehr des Mittelfeldspielers in die Nationalmannschaft.

Timo Werner (l.), Mesut Özil
DPA

Timo Werner (l.), Mesut Özil


Nationalspieler Timo Werner wünscht sich ein Comeback von Mesut Özil in der DFB-Auswahl. "Ich glaube, dass viele in der Mannschaft glücklich wären, wenn Mesut Özil sagen würde, ich mach's nochmal. Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann und ist im Team hoch angesehen", sagte der Stürmer der "Sport-Bild".

Werner bedauert die Umstände von Özils Rücktritt aus der Nationalelf. "Ich finde es schade, dass es so endete. Er hat viel für Deutschland geleistet, beim WM-Titelgewinn in Brasilien war er Stammspieler. Man wünscht sich, dass sich beide Parteien nochmals zusammensetzen und nicht auf diese Weise auseinandergehen", sagte der 22-Jährige.

Die türkisch-stämmigen deutschen Nationalspieler Özil und Ilkay Gündogan hatten sich Mitte Mai mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in London getroffen und für ein gemeinsames Foto posiert - der Auslöser für eine nahezu beispiellose Affäre.

Auch Neuer und Müller äußerten sich bereits

Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Russland hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel eine öffentliche Erklärung für das Foto von Özil gefordert. Zuvor hatte auch Manager Oliver Bierhoff einen großen Teil der Verantwortung für das Ausscheiden Özil zugeschoben. Vor dem Turnier hatte der DFB hingegen noch versucht, die Affäre kleinzureden.

Am 22. Juli trat der 29-jährige Özil dann nach 92 Länderspielen aus der Nationalmannschaft zurück. Der Star des FC Arsenal hatte in einer dreiteiligen Rücktrittserklärung Rassismusvorwürfe gegen den DFB und dessen Präsidenten Reinhard Grindel erhoben, welche der Verband und Grindel selbst zurückwiesen. In der Türkei erfuhr Özil im Nachgang der Affäre große Solidarität.

Vor Werner hatten sich - nach zuvor wochenlangem Schweigen - nur Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer und Thomas Müller inhaltlich zur Özil-Affäre geäußert: Es gehe laut Neuer auch darum, "wieder die Spieler da zu haben, die auch wirklich stolz sind, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen, und alles dafür geben, für das eigene Land zu spielen, damit man wieder in die Erfolgsspur kommt".

Müllers Meinung nach hätten die Protagonisten keine glückliche Rolle gespielt, "egal ob auf Seiten des Verbands oder die Spieler selbst". Er beklagte zudem eine "heuchlerische Diskussion". Werner ist der erste DFB-Teamkollege, der über eine mögliche Rückkehr von Özil spricht.

bka/sid

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