Torlinientechnik "Hawk Eye" kommt bei der EM zum Einsatz

Der Einsatz von Torlinientechnik bei der EM stand bereits fest, jetzt auch das System: Die Wahl der Verantwortlichen fiel auf die "Hawk-Eye"-Technik. Dieses System wird auch in der Bundesliga eingesetzt.

Eine Hawk-Eye-Kamera in der Spielstätte des VfB Stuttgart
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Eine Hawk-Eye-Kamera in der Spielstätte des VfB Stuttgart


Bei der Endrunde der Fußball- Europameisterschaft in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) vertraut die Uefa auf die "Hawk Eye"-Torlinientechnik. Das System, das seit dieser Saison auch in der deutschen Bundesliga eingesetzt wird, soll bis zum Turnierbeginn am 10. Juni in allen zehn Austragungsstätten installiert werden. Dies teilte der europäische Fußballverband mit.

Das Uefa-Exekutivkomitee hatte im Januar 2016 bereits beschlossen , bei der diesjährigen EM-Endrunde erstmals die Torlinientechnik zu nutzen. Diese soll die zusätzlichen Schiedsrichterassistenten unterstützen, die weiterhin Aktionen in und um den Strafraum herum überwachen werden. Nach einem Auswahlverfahren, in dessen Rahmen alle vier vom Weltverband Fifa lizenzierten Hersteller von Torlinientechnik eingeladen waren, Informationen und Angebote zu unterbreiten, entschied sich die Uefa für die "Hawk Eye"-Technik.

Torlinientechnik soll Unparteiische entlasten

Das System wird neben der Bundesliga auch in England und Italien verwendet und kam zudem bei der Frauen-WM 2015 in Kanada zum Einsatz.

"Torlinientechnik und zusätzliche Schiedsrichterassistenten ergänzen sich hervorragend", sagte Uefa-Schiedsrichterboss Pierluigi Collina: "Nachdem jetzt die Torlinie per Technik überwacht wird, können sich die zusätzlichen Schiedsrichterassistenten ausschließlich auf andere Vorfälle im Strafraum - dem wichtigsten Bereich des Spielfelds - konzentrieren."

Beim "Hawk-Eye"-System werden pro Tor sieben Kameras installiert. Mittels Computertechnologie und Bildverarbeitungssoftware wird aus dem gelieferten Bildmaterial der Weg und die Position des Balls im Strafraum berechnet und visualisiert. Der Schiedsrichter erhält in Sekundenschnelle per Vibrations- und Leuchtsignal auf seine Armbanduhr Auskunft darüber, ob der Ball die Torlinie mit vollem Umfang überschritten hat.

lst/sid



insgesamt 2 Beiträge
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tubolix 19.04.2016
1. Keine Angabe/Weiß nicht
Mag sein, daß diese ganzen Technologien für mehr Gerechtigkeit sorgen. Aber meiner Meinung nach machen sie Fußball auch irgendwie kaputt. Früher dauerte ein Spiel eine Woche - Diskussion inklusive. Heute ist nach 90 Minuten Schluß. Die Kamera macht jede Diskussion überflüssig. Abschalten, heimgehen, irgendwas fehlt !
tompee 19.04.2016
2.
Aber was ist, wenn das Tor, welches nur durch die Torlinientechnik erkannt werden konnte, aus einer Abseitsstellung/durch ein Foul erzielt wurde, die/das nicht vom Schiedsrichtergespann erkannt wurde? Ist es dann nicht fairer, wenn man einen Torrichter entscheiden lässt? So hat man die Fehlerquelle Mensch auf beiden Seiten.
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