Trainer-Abgang Rangnick und Hoffenheim trennen sich

In Hoffenheim sieht alles nach dem Ende einer Ära aus: Der Bundesligist und sein Trainer Ralf Rangnick gehen laut "Bild am Sonntag" getrennte Wege - eine Bestätigung gibt es aber noch nicht. Zuletzt hatte der Wechsel von Spieler Luiz Gustavo für Ärger zwischen Rangnick und Vereinsmäzen Hopp gesorgt.

1899-Trainer Rangnick: Seit 2006 in Hoffenheim
dpa

1899-Trainer Rangnick: Seit 2006 in Hoffenheim


Hamburg - Wirksam sofort - der 52-Jährige und Hoffenheim sollen sich auf eine umgehende Auflösung des eigentlich bis 30. Juni 2012 laufenden Vertrages geeinigt haben. Den Kontrakt hatte Rangnick erst im Mai des vergangenen Jahres vorzeitig verlängert.

Zuvor war der sofortige Wechsel von Hoffenheims Mittelfeldspieler Luiz Gustavo zum FC Bayern München bekannt geworden. Rangnick hatte sich gegen einen Verkauf des Brasilianers gesträubt und sich damit gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp gestellt. Mit dem Milliardär hatte Rangnick bereits öfter Meinungsverschiedenheiten.

Für eine Stellungnahme war Rangnick ebenso wie 1899-Manager Ernst Tanner am Samstagabend zunächst nicht zu erreichen. "Wir können und werden diese Spekulationen nicht kommentieren", sagte Pressesprecher Markus Sieger am Samstagabend auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. Zugleich verwies er auf eine Pressekonferenz am Sonntagvormittag, auf der sich der Club zu der Situation äußern werde.

Der Tabellenachte beginnt am Sonntag das Training für die Bundesliga-Rückrunde und wird am Montag ins Trainingslager nach La Manga in Spanien reisen.

Rangnick trainiert Hoffenheim seit Mitte 2006. Mit dem Club gelang ihm der Durchmarsch aus der damaligen Regionalliga Süd in die Zweite Liga. Nur ein Jahr später spielte Hoffenheim dann in der Bundesliga. Dort gehört der Club mittlerweile zu den etablierten Vereinen.

Rangnick ist der vierte Bundesliga-Trainer, der in dieser Saison vorzeitig geht. Vor Rangnick wurde in Köln Zvonimir Soldo durch Frank Schaefer ersetzt. Christian Gross gab in Stuttgart den Platz an Jens Keller ab, der wiederum Bruno Labbadia weichen musste.

luk/dpa/sid



insgesamt 31 Beiträge
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menne 01.01.2011
1. Wer das Geld hat, hat auch die Macht
Rang..spielt die beleidigte Leberwurst und das ohne zwingenden Grund.Es war doch zu erwarten, dass zahlungskräftigere Vereine wie die Bayern malkommen und abwerben.Das Hoenes System scheint wieder zu greifen, die Konkurrenz zu schwächen durch abwerben guter Spieler. Der KSC ist ein gutes Beispiel wie das geht, bei Werder hatte er sich auch regelmäßig bedient.Neue Spieler holen für das eingenommene Geld, mehr kann Hopp und Co nicht machen.
Winnewupp 01.01.2011
2. Warum?
Diese Saison sah es relativ gut aus für Hoffenheim. Oben dabei, dritte Saison in der BL und auch Ibisevic trifft wieder. WARUM verkauft man dann also in der Winterpause Gustavo, der zwar zu Bayern wollte, allerdings wohl auch noch 5 Monate hätte warten können! Sollte u.a. das der Grund für den Abgang Rangnicks sein, kann ich absolut nachvollziehen. Milliadäre sollten, wenn überhaupt, das Sposnsoring ubernehmen, aber nicht in die sportlichen Entscheidungen eingreifen. Nun ja, man wird sehen was da noch kommt.
Koltschak 01.01.2011
3. Na da hat ja der HSV seinen neuen Trainer!
Passt schoo!!
frendo54 01.01.2011
4. w
enn Herr Rangnick wirklich wegen des "Hinterücks-Verkaufs" von Gustavo geh: Respekt! Mal einer mit Rückgrat!
quarx314 01.01.2011
5. wie im Kino
... gelungene PR so kurz vor Anlaufen des Kinofilms "Das Leben ist kein Heimspiel".
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