Trapattoni in Stuttgart: "Stolz, Trainer beim VfB zu sein"

Die VfB-Führung um Präsident Erwin Staudt hat sich nach wochenlangen Verhandlungen für einen Nachfolger von Matthias Sammer entschieden. Heute wurde der italienische Star-Trainer Giovanni Trapattoni in Stuttgart vorgestellt. Der 66-Jährige hatte sich zuvor die Erlaubnis eingeholt - bei seiner Frau.

Neuer VfB-Trainer Trapattoni: "Positiv Fußball-Besessener"
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Neuer VfB-Trainer Trapattoni: "Positiv Fußball-Besessener"

Stuttgart - Trapattoni unterschrieb beim Uefa-Cup-Teilnehmer einen Vertrag bis Ende Juni 2007 und wurde auf einer Presskonferenz der Schwaben heute im Gottlieb-Daimler-Stadion offiziell vorgestellt. Ausschlaggebend für die Zusage Trapattonis war offenbar das Okay seiner Frau Paola, die ursprünglich ihr Heimatland Italien nicht noch einmal verlassen wollte. Der neue Trainer soll in Stuttgart 1,8 Millionen Euro pro Jahr verdienen.

Trapattoni zeigte sich gut gelaunt und genoss die Rückkehr nach Deutschland sichtlich. "Guten Tag, ich bin wieder da. Ich habe beim ersten Mal gesagt 'ich habe nicht fertig'. Ich bin sehr stolz, Trainer beim VfB zu sein", sagte Trapattoni, der im Gottlieb-Daimler-Stadion von 8 Kamerateams und rund 30 Journalisten empfangen wurde.

"Meine Frau hat gesagt, 'du liebst den Fußball mehr als mich'. Das war kein Spaß, das hat sie ernst gemeint", erklärte Trapattoni, stellte seine Frau als Entschädigung allerdings einen Kurzurlaub in Aussicht. Dagegen gab der zweite Kandidat, der Norweger Trond Sollied, per Videobotschaft seinen Wechsel zum griechischen Meister Olympiakos Piräus bekannt.

Trapattoni, der zuletzt mit Benfica Lissabon portugiesischer Meister wurde, zählt mit 19 Titeln zu den renommiertesten Trainern der Welt. Mit dem deutschen Rekordchampion Bayern München wurde er 1997 Meister und ein Jahr später Pokalsieger.

Staudt hatte Trapattoni bereits unter der Woche als "positiv Fußball-Besessenen" bezeichnet. Dass Trapattoni wie Sammer, der nach der verpassten Qualifikation für die Champions League vor zwei Wochen entlassen worden war, eher als Disziplinfanatiker und Defensivspezialist gilt, stört den Club-Boss nicht: "Wenn dabei - wie bei Benfica Lissabon - der Titel herausspringt, ist dagegen nichts einzuwenden."

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