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Fußball in der Türkei: Vereinsboss verbietet Spielern Vollbärte

Vereinschef Cavcav: "Wir sind nicht in einer Koranschule" Zur Großansicht
AP

Vereinschef Cavcav: "Wir sind nicht in einer Koranschule"

Fußballprofis des türkischen Erstligisten Genclerbirligi Ankara droht künftig eine Geldstrafe, wenn sie einen Vollbart tragen. Die Begründung des Vereinschefs: Die Spieler sollen Vorbilder für die Jugend sein.

Hamburg - Fußballer beim türkischen Erstligisten Genclerbirligi Ankara müssen sich in Zukunft rasieren, wenn sie keine Geldstrafen riskieren wollen. Für Vollbärte werde künftig eine Geldbuße von 25.000 Lira (knapp 9000 Euro) fällig, sagte Vereinschef Ilhan Cavcav der Nachrichtenagentur Dogan.

Seine irritierende Begründung: "Wir sind nicht in einer Koranschule", sagte Cavcav mit Blick auf die zunehmende Zahl bärtiger Fußballer. "Du bist ein Sportler. Du solltest ein Vorbild für die Jugend sein." Cavcav fügte hinzu: "Ich bin 80 Jahre alt und ich rasiere mich jeden einzelnen Tag."

Der Vereinschef sagte, er habe beim türkischen Fußballverbandschef Yildirim Demirören vergeblich für ein generelles Bartverbot für Spieler geworben. Demirören habe darauf verwiesen, dass die Uefa eine solche Vorgabe nicht zulassen würde. Cavcav sagte: "Ich habe genug von dieser Uefa."

cte/dpa

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