TV-Rechte in Italien Manipulationsskandal weitet sich aus

Illegale Absprachen im italienischen Fußball: Bei der Vergabe der aktuellen TV-Rechte soll es zu Manipulationen gekommen sein, die Ermittlungen wurden nun ausgeweitet.


In die Ermittlungen zu Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Fußball-TV-Rechten in Italien ist Bewegung gekommen. Die Büros mehrerer Erst- und Zweitligisten, des Ligaverbandes, der Beraterfirma Infront und der Kommunikationsagentur RTI wurden durchsucht, wie italienische Medien berichten. Die Firma Infront, die von Philippe Blatter, dem Neffen des gesperrten Fifa-Präsidenten Joseph Blatter, geführt wird, bestätigte Ermittlungen gegen einige ihrer Manager, nicht jedoch gegen die Firma selbst.

Die Staatsanwaltschaft Mailand ermittelt bereits seit einigen Monaten in dem Fall. Die Ermittler gehen davon aus, dass der im Juni 2014 abgeschlossene Verkauf der TV-Übertragungsrechte für die Saisons 2015 bis 2018, für die Sky und Mediaset insgesamt 945 Millionen Euro ausgegeben hatten, durch Absprachen manipuliert worden sei. Europäische Wettbewerbsregelungen seien verletzt worden, so der Vorwurf.

Die Mediaset-Gruppe gehört Silvio Berlusconi, dem Präsidenten des AC Mailand. Im Fokus der Ermittler stehen unter anderem Klub-Vertreter, die im Zusammenhang mit der Rechtevergabe Zahlungen von der Beraterfirma Infront angenommen haben sollen, wie der "Corriere della Sera" berichtete.

krä/dpa

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wo_ist_all_das_material? 13.10.2015
1.
So etwas würde es hier nie geben.
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