Hamburg - Didier Drogba hat sich von Protesten gegen die Austragung der U21-EM 2013 in Israel distanziert. In einem Brief an den europäischen Fußballverband Uefa, in dem Israel für die Bombenangriffe im Gaza-Streifen scharf attackiert wurde, waren mehere Spieler als Unterzeichner zu lesen.
"Die jüngsten Bombardements, die zum Tod Hunderter Zivilisten geführt haben, sind ein weiterer Schandfleck auf dem Gewissen der Welt", hieß es in dem im Internet veröffentlichten Schreiben. Es sei nicht zu akzeptieren, dass Kinder beim Fußballspielen getötet würden. Neben dem Ivorer Drogba zählten auch die ehemaligen Bundesligaakteure Papiss Cisse aus dem Senegal und der französisch-senegalesische Demba Ba zu den angeblichen Unterzeichnern.
"Mein Name stand auf dieser Petition zur Unterstützung Palästinas. Bitte nehmt zur Kenntnis, dass ich sie nicht unterschrieben oder der Initiative meine Unterstützung zugesagt habe", schrieb Drogba auf seiner Homepage: "Ich habe mich niemals in Konflikte eingemischt, selbst in meinem eigenen Land nicht." Auch der französische Nationalspieler Yohan Cabaye stritt seine Beteiligung an der Aktion ab.
Die EM findet vom 5. bis 18. Juni 2013 statt. Spielorte sind Tel Aviv, Jerusalem, Netanya und Petach Tikva. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes trifft in der Gruppe B auf den Titelverteidiger Spanien, den Erzrivalen Niederlande und Russland.
luk/dpa/sid
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