Uefa-Cup Schalke quält sich ins Halbfinale

Es war kein großes Spiel, und einen Gewinner gab es auch nicht. Aber was der FC Schalke 04 gegen Lewski Sofia ablieferte reichte, um in die Runde der letzten Vier einzuziehen.


Hamburg - Nach dem 1:1 (0:1) gegen Sofia stehen die Schalker im Halbfinales des Uefa-Cup. Nach vier Jahren ist ein Bundesligaclub wieder in einem europäischen Halbfinale. Doch mit Ruhm hat sich die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka im Rückspiel des Viertefinales nicht bekleckert. Sein Team schien sich nach dem 3:1 in Sofia vor einer Woche in Sicherheit zu wiegen, prompt gingen die Bulgaren in der Veltins-Arena in der 24. Minute durch Emil Angelow in Führung.

Schalke kam auch danach nicht in Tritt, vor allem das Offensivspiel war harmlos. Außer einem Kopfball von Kevin Kuranyi nach schöner Vorarbeit von Gerald Asamoah (14.) und einem weiteren Kopfball von Sören Larsen, der knapp das Tor verfehlte (15.), waren keine weiteren nennenswerten Chancen zu notieren. "Ich wusste, dass es schwer wird, aber dass wir so verkrampften, damit habe ich nicht gerechnet", sagte Slomka. Sein Team wurde in der Halbzeit mit Pfiffen vom Publikum in die Kabine verabschiedet. "Es war dann nicht ganz angenehm in der Kabine", so Slomka, deutliche Worte habe er gewählt.

Nach der Pause wurde die Partie nicht wirklich besser, Schalke vermochte weiterhin nicht zu überzeugen. Erst nach dem 1:1 durch den ansonsten schwachen Brasilianer Lincoln (58.) kam etwas mehr Stabilität ins Schalker Spiel. Chancen waren trotzdem Mangelware, die beste Möglichkeit hatte der Stürmer Sören Larsen (84.). "Es war kein schönes Spiel", musste Mittelfeldspieler Christian Poulsen zugeben. "Aber wir sind weiter, und das ist das Wichtigste."

Trotz dieser matten Vorstellung hat Schalke nach 1970 und 1997 zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den Einzug in ein Europapokal-Halbfinale geschafft. Dort treffen die Gelsenkirchener auf den FC Sevilla (20./27. April).

Schalke 04 - Lewski Sofia 1:1 (0:1)
0:1 Angelow (24.)
1:1 Lincoln (58.)
Schalke: Rost - Rafinha, Bordon, Rodriguez, Kobiaschwili - Poulsen, Bajramovic - Lincoln (85. Azaouagh) - Asamoah (74. Altintop), Kuranyi (79. Sand), Larsen. - Trainer: Slomka
Sofia: Petkow - Milanow, Christow (5. Bukarew), Tomasic, Wagner - Borimirow, Stanislaw Angelow - Emil Angelow, Iwanow (65. Telkijeski), Kopriwarow (62. Jowow) - Domowtschijski. - Trainer: Stojlow
Schiedsrichter: Busacca (Schweiz)
Zuschauer: 52.973
Gelbe Karten: Bajramovic / Kopriwarow, Bukarew, Domowtschijski

sge/sid



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