Uefa-Bericht Kluft zwischen reichen und armen Clubs wächst

Ihr da oben, wir hier unten: Der Unterschied zwischen armen und reichen Fußballvereinen in Europa wächst weiter. Während die Mehrheit der Clubs kaum Gewinn macht, scheffeln die Teams mit jährlicher Champions-League-Garantie das Geld. Spitzenreiter sind die Königlichen aus Madrid.

Real-Kapitän Ramos: Der Krösus unter Europas Clubs
REUTERS

Real-Kapitän Ramos: Der Krösus unter Europas Clubs


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Der Graben zwischen Arm und Reich in den europäischen Fußball-Wettbewerben wird größer. Während 24 Spitzenclubs, angeführt vom spanischen Rekordmeister Real Madrid, 2012 einen Umsatz von 100 bis 500 Millionen Euro erzielten, setzte der Großteil der insgesamt 237 Clubs maximal zehn Millionen Euro (79 Vereine) um, meist sogar weniger als eine Million Euro (63). Dies berichtet der "Kicker" mit Bezug auf den Benchmarking-Bericht der Europäischen Fußball-Union Uefa.

Demnach ist Madrid der einzige Verein, der die 500-Millionen-Euro-Grenze durchbrochen hat. Aus Deutschland kann einzig Rekordmeister Bayern München (332,2 Millionen Euro in 2011/2012) mithalten. Schalke 04, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und gerade so der VfB Stuttgart gehören mit einem Umsatz von mindestens 100 Millionen Euro aber ebenfalls zu den europäischen Finanzgrößen. Insgesamt berichtet die Uefa von einem Umsatz in Höhe von 8,1 Milliarden Euro (34,2 Millionen im Schnitt).

aha/sid

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insgesamt 10 Beiträge
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kuechenchef 07.10.2013
1.
Welch Überraschung. Genau darum ging es doch bei der "Reform" der europäischen Clubwettbewerbe.
Martinez76 07.10.2013
2. Kaum verwunderlich
Solange in der CL weiterhin 3-4 Teams aus den "großen" Fußballnationen spielen und die hälfte der nationalen Meister in der wenig lukrativen EL spielen, wird sich daran auch nichts ändern. So sehr ich auch Fußball liebe ist es doch ein Trauerspiel wie stark die UEFA alles auf die großen Clubs ausrichtet
HRE 07.10.2013
3. Umsatz ist eine Sache
Schuldentilgung eine andere. Warum erstellt die UEFA nicht auch eine Statistik über die Schulden. Wahrscheinlich wäre Real auch wieder ganz vorne. Solange man für einen Spieler 100 Mil. € ausgibt stimmt das ganze System nicht mehr. War da nicht mal was von Financial fair Play Herr Platini? Wer selbst im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen!
Boesor 07.10.2013
4.
financial fairplay hat erstmal rein gar nichts mit Schulden zu tun. und dsvon ab, wirtschaftlich ist Madrid offenbar ziemlich gesund
aha-aha 07.10.2013
5. Verwunderlich?
"Solange in der CL weiterhin 3-4 Teams aus den "großen" Fußballnationen spielen und die hälfte der nationalen Meister in der wenig lukrativen EL spielen, wird sich daran auch nichts ändern. So sehr ich auch Fußball liebe ist es doch ein Trauerspiel wie stark die UEFA alles auf die großen Clubs ausrichtet" Und warum ist die EL nicht attraktiv? Wenn sie und andere sich Pjunik Jerewan - Ertis Pawlodar im Fernsehen ansehen würden, wäre das anders. Ich guck allerdings lieber Manchester - Bayern oder Milan - Real.
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