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Pläne für die Topklubs: Uefa denkt über neue Superliga nach

Bayernboss Karl-Heinz Rummenigge Zur Großansicht
Bongarts/Getty Images

Bayernboss Karl-Heinz Rummenigge

Noch mehr Einnahmen, noch mehr Wettbewerbe: Die Uefa plant offensichtlich die Einführung einer Superliga für die besten europäischen Klubs. Sie soll noch oberhalb der Champions League angesiedelt werden.

Bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) gibt es offenbar intensive Pläne, eine neue Superliga als dritten Europapokal-Wettbewerb einzuführen. Über diese "fundamentalen Neuordnung" des europäischen Vereinsfußballs berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Dienstag unter Berufung auf Uefa-Kreise.

Demnach sollen der FC Bayern, die spanischen Spitzenteams FC Barcelona und Real Madrid, Paris St. Germain aus Frankreich oder englische Topklubs wie Manchester United oder Manchester City in einer Premiumklasse zusammenkommen, die über der Champions und Europa League stehen soll. Die Diskussionen über diesen dritten Wettbewerb seien fortgeschritten, hieß es.

Geplant sei jedoch weder eine geschlossene Gesellschaft für die umsatzstärksten Vereine, noch ein Turnier - aber "eine Luxusliga mit selektiverer sportlicher Qualifikation und dadurch höherer Attraktivität sowie gesteigertem Vermarktungspotenzial".

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern und Vorsitzender der einflussreichen europäischen Klubvereinigung ECA, hatte im Januar Gedankenspiele zu einer Superliga öffentlich gemacht. Vor wenigen Tagen betonte ECA-Generalsekretär Michele Centenaro, die Vereinigung strebe unter Uefa-Hoheit eine "Verbesserung der Champions League" an, die noch bis 2018 im aktuellen Format gespielt wird. "Das Thema befindet sich bei Vereinen und der Uefa gerade in der Diskussionsphase", sagte Rummenigge der FAZ.

Die Klubs hoffen in einer neuen Superliga angeblich auf mindestens das Doppelte an Einnahmen. Derzeit zahlt die Uefa in der Champions League fast 1,3 Milliarden Euro an Prämien, der Sieger alleine darf mit 60 bis 90 Millionen Euro rechnen.

Für die Qualifikation zu dieser Eliteklasse sollen neben sportlichen Kriterien Faktoren wie Attraktivität der Vereine und Bedeutung im Marketingbereich berücksichtigt werden. Die nationalen Ligen sollen ebenfalls profitieren, weil sie mit mehr Klubs auf europäischer Ebene vertreten sein würden. Im Falle der Bundesliga könnten nach einem möglichen Modell der Uefa drei Teams in der Superliga und weitere sieben in Champions und Europa League spielen.

aha/sid

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insgesamt 98 Beiträge
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1. Wenn der.....
malcom1 15.03.2016
Fußballfan dies alles bezahlt, warum nicht. Ansonsten ist dies ein weiteres anschmeißen der Geldmaschine zugunsten einer korrupten Fußballwelt und ein ansteigen, der jetzt schon, gigantischen Gehälter die im Fußball bezahlt werden.
2. Logisch...
frank_w._abagnale 15.03.2016
Das wäre die logische Konsequenz. Bayern und Dortmund wären dann weg aus der Bundesliga. Der graue Rest kann dann vor leeren Rängen eine zweitklassige Meisterschaft auskicken.
3.
schgucke 15.03.2016
och nö und dann noch mehr Fußball aus allen Kanälen? und das ist doch eh alles gescripted und geschmiert. bin dann mal langsam für ne Fußballsteuer.
4. Mensch wird zur Maschine
VolleHosen 15.03.2016
Die Gehälter der Welt-Besten-Fußballer werden weiter steigen! Wer drei Liga-Spiele (national und/oder international) pro Woche absolvieren muss, verdient nocht mehr Geld. Damit ist die Verletzungsgefahr allerdings auch gleichzeitig um ein Vielfaches gesteigert. Ein Fußballer-Leben wird dann bei Einführung einer neuen Super-Liga nur noch 3-6 Jahre dauern....spätestens dann sind die Spieler / Menschen kaputt. Aber im Go hat ja bereits eine Maschine den Menschen geschlagen....vielleicht kommen auch bald Maschinen zum Einsatz...der Videobeweis ist der Anfang....dann bald Super-Maschinen...Mein Spieler heißt dann Ro-Bin-ator.
5. Kann funktionieren
Turbo 15.03.2016
Funktioniert nur, wenn die Mannschaften in dieser Liga nach nachhaltigem Kriterien ausgesucht werden. Das heißt Ihre wirtschaftliche Größe über eigene Leistung erreicht haben. Öl-Gelder oder Kapitalmarkt-Konstrukte sollten verboten werden, sonst wird es eine reine Kapital-Gruppe, die hohen Schwankungen unterliegt und sich schnell ad absurdum führen kann. Das Sportliche sollte im Zentrum stehen.
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