Europapokal Uefa schließt Fenerbahçe und Besiktas aus

Die beiden türkischen Spitzenvereine Fenerbahçe und Besiktas Istanbul werden vorerst von allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen. Hintergrund ist ein Manipulationsskandal in der türkischen Liga.

Fenerbahçe-Profi Sow: Club für drei Jahre von der Uefa gesperrt
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Fenerbahçe-Profi Sow: Club für drei Jahre von der Uefa gesperrt


Hamburg - Schwerer Schlag für den türkischen Fußball: Die Europäische Fußball-Union Uefa hat die beiden Spitzenvereine Fenerbahçe und Besiktas Istanbul vorerst von allen europäischen Wettbewerben ausgeschlossen. Der Grund für die Entscheidung der Kontroll- und Disziplinarkammer ist der Manipulationsskandal in der türkischen Liga in der Saison 2010/2011.

Demnach darf Fenerbahçe als Tabellenzweiter der türkischen Süper Lig nicht an der Qualifikation zur Champions League für die kommende Saison teilnehmen. Darüber hinaus ist der Club für zwei weitere Jahre von den europäischen Vereinswettbewerben ausgeschlossen. Das letzte Strafjahr wird zur Bewährung ausgesetzt.

Besiktas, Tabellendritter in der abgelaufenen Saison hinter Meister Galatasaray Istanbul und Fenerbahçe, wurde für die kommende Spielzeit aus der Europa League verbannt. Die Vereine haben die Möglichkeit, gegen die Entscheidung der Uefa Einspruch einzulegen.

Fenerbahçe war in der Skandalsaison 2010/2011 Meister geworden. Der Club hatte sich den Titel erst am letzten Spieltag gegen Sivasspor den gesichert. Auch diese Partie soll verschoben worden sein. Im Zuge der Ermittlungen in dem Betrugsskandal, der den türkischen Fußball heftig erschüttert hatte, waren auch Haftstrafen gegen Vereinsfunktionäre verhängt worden. Insgesamt hatten sich 93 Angeklagten vor Gericht verantworten müssen.

Auch Steaua Bukarest im Visier der Uefa

Besiktas und zwei Vereinsverantwortlichen des Clubs wurde vorgeworfen, das Endspiel um den Türkischen Pokal 2011 abgesprochen zu haben. Damals gewann Besiktas mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen Istanbul Büyüksehir Belediyespor.

Neben den beiden Fällen aus Istanbul verhandelte die Kommission auch noch einen Verstoß gegen die Zulassungskriterien zu Uefa-Wettbewerben durch Steaua Bukarest. Der Club aus der rumänischen Hauptstadt darf nicht an einem Uefa-Vereinswettbewerb teilnehmen, für den er sich qualifiziert. Diese Sanktion ist für fünf Jahre zur Bewährung ausgelegt.

buc/dpa



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