Uefa-Strafen Lazio legt Protest gegen Geisterspiele ein, Paris gegen Ibrahimovic-Sperre

Angekündigt hatte es der Club bereits, nun hat Lazio Rom offiziell gegen die von der Uefa auferlegten Geisterspiele Protest eingelegt. Paris St. Germain will die Sperre von Superstar Zlatan Ibrahimovic nicht akzeptieren. Und auch aus der Türkei wird Einspruch angemeldet.

PSG-Profi Ibrahimovic: Protest gegen Sperre
AFP

PSG-Profi Ibrahimovic: Protest gegen Sperre


Hamburg - Lazio Rom hat Einspruch gegen den Ausschluss seiner Fans im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League am 14. März gegen den VfB Stuttgart eingelegt. Dies bestätigte die Europäische Fußball-Union Uefa. Lazio hatte den Schritt bereits vergangene Woche angekündigt.

Die Römer waren von der Uefa zu insgesamt zwei Geisterspielen und einer Geldstrafe von 40.000 Euro verurteilt worden. Dies will der Club des deutschen Nationalstürmers Miroslav Klose nicht akzeptieren. Ein Termin für die Anhörung sei aber noch nicht festgesetzt, teilte die Uefa mit. Grund für die Bestrafung waren rassistische Ausfälle der Lazio-Fans bei mehreren Europacup-Spielen, zuletzt im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach.

Auch der VfB Stuttgart hat beim Dachverband offiziell gegen das Geisterspiel protestiert. "Wir haben uns am Freitag schriftlich an die Uefa gewendet und darum gebeten, dass noch mal darüber nachgedacht wird, unsere Fans doch zuzulassen", zitierte die "Bild"-Zeitung VfB-Präsident Gerd Mäuser. "Bislang haben wir aber keine Antwort erhalten." Für das Hinspiel am Donnerstag (19 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gibt es dagegen keine Restriktionen.

PSG und Fenerbahçe protestieren ebenfalls

Frankreichs Spitzenclub Paris St. Germain hat derweil Einspruch gegen die Sperre seines Superstars Zlatan Ibrahimovic in der Champions League bei der Uefa eingelegt. Ibrahimovic war nach seiner Roten Karte im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Valencia (2:1) für zwei Spiele gesperrt worden. Damit würde der Schwede am Mittwoch im Rückspiel und dem darauffolgenden Europacup-Spiel von PSG fehlen. Ein Termin für die Anhörung wurde noch nicht festgelegt, so dass die Berufung für das Mittwoch-Spiel zu spät kommen könnte.

Auch aus der Türkei erreichten die Uefa Einsprüche. Fenerbahçe Istanbul fechtet sowohl die Drei-Spiele-Sperre von Raúl Meireles als auch den Ausschluss seiner Fans im Europa-League-Rückspiel gegen Viktoria Pilsen am 14. März an. Meireles hatte im Zwischenrundenspiel bei BATE Borissow die Rote Karte gesehen und war auch zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt worden. Der Club hatte wegen des Fehlverhaltens seiner Fans zudem ein Geisterspiel und 60.000 Euro als Buße auferlegt bekommen.

mib/dpa/sid

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Schiri2304 04.03.2013
1. Deutsche Sprache
zum ersten Satz im letzten Absatz: "Das Verb fechten unterliegt an sich traditionell dem sog. e/i-Wechsel, das heißt, man sagt ich gebe, wir geben, aber du gibst, er, sie, es gibt oder eben ich fechte, wir fechten, aber du fichtst, er, sie ficht, vgl. die Redensart Das ficht mich nicht an." (Gesellschaft deutscher Sprache)
IngmarBartsch 04.03.2013
2. Qualitätsjournalismus?
Im Artikel steht:"Fenerbahçe Istanbul fechtet sowohl die Drei-Spiele-Sperre von Raúl Meireles als auch den Ausschluss seiner Fans im Europa-League-Rückspiel gegen Viktoria Pilsen am 14. März an." Korrekt muss es heißen: "Fenerbahçe Istanbul tut sowohl die Drei-Spiele-Sperre von Raúl Meireles als auch den Ausschluss seiner Fans im Europa-League-Rückspiel gegen Viktoria Pilsen am 14. März anfechten." Oder so ähnlich. Bei SpiegelOnline häufen sich Fehler in Rechtschreibung und Grammatik. Schade.
gordon-gekko 04.03.2013
3. qualitätskommentar?
ach ja! und seit wann ist "tut anfechten" ein richtiges und gutes Deutsch? Mann, Mann, Mann!
IngmarBartsch 04.03.2013
4.
Zitat von gordon-gekkoach ja! und seit wann ist "tut anfechten" ein richtiges und gutes Deutsch? Mann, Mann, Mann!
Ich sagte ja "Oder so ähnlich." Aber wie so oft ist Ironie in der Schriftsprache fehl am Platz. Versuch gescheitert - tut mir leid.
liquimoly 05.03.2013
5. Rassistische Ausfälle ...
Ja, schlimm ist das, und darf sich auch nie wiederholen! Vielmehr aber sollten die drei Mordversuche an Gladbachfans geahndet werden, aber davon hörste nix!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.