Uefa verschärft Financial Fairplay Klubs müssen mehr Details offenlegen

Wie viel Geld kommt rein? Was bleibt bei den Beratern hängen? Die Uefa wünscht sich künftig mehr Transparenz. Der Verband selbst wollte sich zu den Streitfällen PSG und Milan allerdings nicht äußern.

Neymar (r.), Meister mit PSG
REUTERS

Neymar (r.), Meister mit PSG


Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat ihre Regeln zum Financial Fairplay für Klubs verschärft. Europapokalstarter müssen zukünftig finanzielle Informationen wie ihre Einnahmen oder Zahlungen an Spieleragenten öffentlich machen, wie das Uefa-Exekutivkomitee bei seiner Sitzung in Kiew beschloss. Diese Veränderungen seien sehr wichtig, "die Transparenz wird gestärkt", sagte Andrea Traverse, Chef der Uefa-Abteilung für Klublizenzierung und finanzielles Fairplay.

Potenzielle Strafen für Top-Klubs wie Paris Saint-Germain oder die AC Mailand wollte die Uefa allerdings nicht kommentieren. "Ich kann keine konkreten Fälle besprechen", sagte Verbandschef Aleksander Ceferin und berief sich nur allgemein auf den Katalog möglicher Sanktionen.

Milan droht wegen Verstößen gegen die Finanzregularien in den vergangenen drei Spielzeiten eine Strafe, die bis zum Ausschluss aus der Europa League reichen könnte. Paris muss voraussichtlich noch Transfereinnahmen generieren, um kostspielige Verpflichtungen wie den 222-Millionen-Euro-Transfer von Neymar im vergangenen Sommer auszugleichen. Vereine dürfen sich gemäß Financial Fair Play derzeit für den Zeitraum von drei Jahren einen Verlust von insgesamt 30 Millionen Euro erlauben, wenn dieser durch Geldgeber gedeckt wird.

Als weitere Maßnahmen sollen neue Indikatoren eingeführt werden, die früher als bislang eine finanzielle Schieflage bei Klubs aufdecken sollen. Zudem sollen jüngere Spieler besser geschützt werden.

chh/dpa



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at.engel 24.05.2018
1.
DIe UEFA darf ja machen, was sie will, nur sollte sie es vielleicht nicht "Fairplay" nennen - damit hat das ganze nämlich gar nichts tun. Beispiel PSG: Gerade weil das Foto hier gewählt wurde. Das Budget des PSG entspricht ungefähr dem Budget der drei nachfolgenden Clubs zusammen. Letzte Saison lag der PSG hinter Monaco - da haben die halt prompt Mbappé für 180M€ gekauft. Das entspricht dem Gesamtbudget Monacos. Dann sind sie natürlich auch gegen Barcelona ausgeschieden - da haben sie Neymar gekauft. 220 M€! Kein Problem: Finanziell abgedeckt ist da alles. Besitzer, Sponsoren, Fernsehrechte... da werden halt die Millionen solange herumgeschoben bis es den Herrn bei der UEFA passt - dahinter steht ja immer die gleiche Person. Und die UEFA will sich ja auch nicht undankbar zeigen... dafür fordert man dann bei den kleineren mehr Transparenz. Also in Frankreich dürfte in an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der PSG Meister werden, in Spanien ist das vergleichsweise noch richtig spannend, in England Manchester City, in Italien Juventus, in Österreich Salzburg, in der Schweiz natürlich Basel, in Deutschland ist die entscheidende Frage... April, oder doch erst Mai! Ansonsten Bayern! Sowieso klar! Soweit zum "Fairplay" in Europa....
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