Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Zwanziger-Nachfolge: Uefa wählt Niersbach in Fifa-Exekutive

Er soll bei der Fifa die Interessen der europäischen Verbände vertreten: Die Uefa schickt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach in das Exekutivkomitee des Weltverbandes. Er übernimmt den Posten von seinem größten Kritiker Theo Zwanziger.

DFB-Präsident Niersbach: Per Akklamation gewählt Zur Großansicht
DPA

DFB-Präsident Niersbach: Per Akklamation gewählt

Hamburg - DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist in das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes Fifa gewählt worden. Die Delegierten der Uefa nominierten den 64-Jährigen per Akklamation für das mächtigste Fußballgremium. Offiziell tritt Niersbach seinen Posten beim Fifa-Kongress am 29. Mai in Zürich an. Er tritt an die Stelle von Theo Zwanziger, den er 2012 bereits an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes DFB beerbt hatte.

Damit vollzieht sich endgültig der Übergang von Zwanziger zu Niersbach in allen wesentlichen Funktionärsposten. Die beiden liefern sich seit dem vergangenen Sommer einen öffentlichen Schlagabtausch: Zwanziger kritisiert seinen Nachfolger wegen einer umstrittenen Betriebsrente, Niersbach wirft ihm vor, den Interessen des DFB zu schaden. Dieser Sichtweise schloss sich am Montag das Uefa-Exekutivkomitee an, Generalsekretär Gianni Infantino kritisierte Zwanziger scharf.

Niersbach will mit Blatter sachlich zusammenarbeiten

"Es war der einhellige Wunsch des DFB-Präsidiums, dass ich mich für dieses Amt zur Verfügung stelle", sagte Niersbach: "Ich sehe es als meine Aufgabe und meinen klaren Auftrag an, in dieser Rolle für die Interessen des deutschen und europäischen Fußballs einzutreten."

Im Gegensatz zu Zwanziger gilt er nicht als Anhänger von Fifa-Präsident Joseph Blatter. Dennoch mahnte er eine sachliche Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Weltverbandspräsidenten an. "Ich werbe auch dafür, Sepp Blatter nicht für alles Negative in der Fußballwelt verantwortlich zu machen", sagte Niersbach.

Vor der Wahl von Niersbach hatte der Uefa-Kongress bereits Präsident Michel Platini im Amt bestätigt - ebenfalls per Akklamation. Der Franzose bleibt damit vier weitere Jahre an der Spitze der Uefa, er ist seit 2007 Chef des Verbandes.

cte/dpa/sid

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: