Bayern-Präsident Hoeneß "Freispruch wäre völlig normal gewesen"

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich über seine Haftstrafe beklagt. Bei einem Galadinner in Liechtenstein attackierte er auch die Medien.

Uli Hoeneß
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Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß sieht sich zu Unrecht wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

"Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gefängnis war. Ein Freispruch wäre völlig normal gewesen. Aber in diesem Spiel habe ich klar gegen die Medien verloren", sagte der 65-Jährige in Vaduz vor ausgewählten Gästen mit dem Motto "Meet the president".

"Mein wirtschaftliches Ergebnis bei der Bank Vontobel von 2001 bis 2010 war minus drei Millionen Euro. Ich habe über 40 Millionen Strafe gezahlt. Trotzdem entschied ich mich, ins Gefängnis zu gehen", wird Hoeneß von der Schweizer Zeitung "Blick" zitiert. Man hätte in "Revision am Bundesgerichtshof gehen können: Aber ich habe dies meiner Familie nicht mehr zumuten wollen".

Hoeneß sprach auch über die sportliche Situation beim FC Bayern und zeigte wenig Verständnis für die Diskussionen über die Alterung des Teams. "Die Medien machen ein Theater, wie wenn wir ein Altersheim hätten", sagte er. "Wir haben eine Mannschaft, die ein bisschen in die Jahre gekommen ist, aber für mich gibt's keine alten oder jungen Mannschaften, sondern nur gute und schlechte." In der Abwehr von Juventus Turin sei auch "keiner unter 33 Jahre alt. Und die werden wahrscheinlich Champions-League-Sieger dieses Jahr, die werden Real schlagen".

jan/sid

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insgesamt 251 Beiträge
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iffelsine 10.05.2017
1. Der Mann hat Steuern in großem Ausmaß hinterzogen und
meint, er hätte ja eine Strafe bezahlt und das reiche. Wie krank ist das denn ? Aber der Staat selbst ist auch krank, wir denken da an die zahlreichen Hafterleichterungen...
mauser 10.05.2017
2. Gehts noch?
Der Mann ist doch wirklich von allen guten Geistern verlassen! Und ich Esel dachte mal an eine gewisse Läuterung. Nicht zu fassen.
mediendienst 10.05.2017
3.
"Freispruch wäre völlig normal gewesen" Warum? Weil ja auch Franz Lichtgestalt bei der WM-Hereinholung ein wenig gezaubert hat? Oder ein anderer Bayern-Funktionär beim schmuggeln von teuren Uhren auch keine Strafe bekam? Zumindest keine, die ihm wehtat. Oder weil Ulli das im Knast gelernt hat: an seinen Vergehen ist man nie selber schuld, nur die Gesellschaft. Ich denke, Ulli ist mental noch nicht hier draußen angekommen.
dieter 4711 10.05.2017
4. Herr Hoeneß hätte mindestens 28 Jahre Haft bekommen müssen.
Herr Hoeneß kann sich nur darüber beschween, dass seine Strafe zu gering war. Wenn jemand für einer Million hinterzogener Steuern mindestns zwei Jahre Haft bekommt, dann hätte er für 28 Millionen hinterzogener Steuern mindestens 28 Jahre Haft bekommen müssen.
cofrap 10.05.2017
5. Was hat hat das mit Sport zu tun?
Eher was fürs Panorama.
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