Bayern-Jahreshauptversammlung Hoeneß hat die Saison noch nicht abgehakt

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich demonstrativ hinter Niko Kovac gestellt. Die Pressekonferenz, bei der er die Medien attackiert hatte, nannte er "verbesserungswürdig". Von einigen Vereinsmitgliedern wurde er ausgebuht.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß
Bongarts/Getty Images

Bayern-Präsident Uli Hoeneß


Uli Hoeneß hat die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Fußball-Saison des FC Bayern München noch nicht aufgegeben. "Es ist zu einem Schulterschluss zwischen Mannschaft und Trainer gekommen", sagte der Präsident am Abend bei der Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters nach vielen Gesprächen in der vergangenen Woche. "Wir können darauf hoffen, dass diese Saison noch eine ganz gute wird", sagte Hoeneß.

Er bekannte sich zu Niko Kovac, der ein "sehr, sehr guter junger Trainer" sei, "eine Chance verdient" habe und dem "wir alle unsere volle Unterstützung geben sollten". Für die kommende Saison kündigte der 66-Jährige Investitionen "in größerem Stile" in die Mannschaft an.

Hoeneß bestätigte in einer für seine Verhältnisse sehr defensiven Rede Pressemeldungen, wonach sich der Vorstand mit der Personalie Oliver Kahn als möglichem Sportdirektor oder gar Rummenigge-Nachfolge als Vorstandschef beschäftige: "Oliver Kahn ist Teil unserer Überlegungen", sagte er. Dies jedoch sei noch keine Frage "von heute oder morgen".

Zu der umstrittenen Pressekonferenz, bei der er und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Medien scharf angegriffen hatten, sagte Hoeneß: "Die Art und Weise wie diese Pressekonferenz abgelaufen ist, ist sicher verbesserungswürdig. Und wenn wir so etwas wieder machen, werden wir uns vielleicht noch besser absprechen und eine bessere Tagesform an den Tag legen." Dafür gab es Applaus. Den größten Beifall erhielt der Präsident jedoch, als er an den Vorgänger-Trainer Jupp Heynckes erinnerte.

Pfiffe und Buhrufe für den Präsidenten gab es dann in der anschließenden Aussprache. Mehrere Mitglieder kreideten Hoeneß unter anderem an, dass er Bayern-Legende Paul Breitner der Ehrentribüne verwiesen hatte. Der Bayern-Chef wirkte davon sichtlich getroffen.

aha/dpa



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appenzella 30.11.2018
1. Nico Kovac
steht als Bayerntrainer bereits am Abgrund, und an seiner Stelle würde ich mich nicht sicher fühlen, wenn Hoeneß sich vor oder hinter mich stellen würde. Da der FCB die Vorrunde überstanden hat, existiert theoretisch und praktisch wohl auch die Möglichkeit, die CL zu gewinnen. Viele der Favoriten müssen sich neu sortieren wie Real Madrid und der FC Barcelona, und wie stabil Paris SG international dasteht, wird sich erst in der Zukunft zeigen. CR7 schießt wieder Tore, diesmal aber für Juventus Turin, und Juve und die Blauen aus Manchester sind für mich aktuell favorisiert. Bin gespannt, ob es einen neuen Titelträger geben wird - bis dahin können wir nur das tun, was an dieser Stelle fällig ist, nämlich fabulieren.. Grüezi, Fußballfreunde Europas, Grüezi auch an die Euroopas in München und die jugendlichen Helden in Dortmund!
RalfHenrichs 30.11.2018
2. Albernes Ritual
Und natürlich nicht nur in diesem Fall sondern immer in der Bundesliga. Jeder weiß, wenn die Bayern die nächsten fünf Spiele gewinnen, sitzt er wieder sicher im Sattel. Wenn die Bayern die nächsten fünf Spiele verlieren (oder vielleicht schon früher), ist er weg. Und da auch Hoeneß nicht in die Zukunft sehen kann (sondern nur hoffen, glauben, vermuten kann), ist die Aussage nichts wert.
1848 30.11.2018
3. Zeitspiel
Natürlich wird und will er nicht aufhören der Uli ( da hätte der Nachfolger totale Bilanzeneinsicht rückwirkend ) ! Hoeneß hatte die Option einen kompetenten Nachfolger aufzubauen, LAHM, dazu hätte er aber Kompetenzen im sportlichen Bereich abgeben müssen... wollte er aber nicht - weil er meinte, ALLES IMMER BESSER zu wissen- ging ja auch lange gut... aber nun geht es anders herum... dann mal schnell( !!! Kahn - das willfährige Personal, den strategisch und kommunikative stark eingeschränkten als späteren Super- Hassan ankündigen... um nur ja nicht abtreten zu müssen...... Peinlich dieses ZEITSPIEL des alten Mannes
vonkniestaedt 30.11.2018
4. Option Sportvorstand.
Die Personalie Sportvorstand ist beim FC Bayern in Zukunft zu besetzen. Der Posten des Sportdirektors ist momentan besetzt und wird von Herrn Kahn auch nicht anvisiert.
Oihme 30.11.2018
5. Eine ...
... Hauptversammlung gespickt mit kreidefressenden Bossen, aber dafür genauso angefressener und entsprechend spärlich applaudierender Zuhörerschaft. Eine Stimmung wie in der Allianz-Arena nach einem Punktverlust! Und bei den Wortmeldungen wird die Live-Übertragung abgebrochen, angeblich wegen der Persönlichkeitsrechte der 12 Wortmelder. Kann man die nicht vorher um ihr Einverständnis bitten? Oder glaubt jemand, dass die nicht wollen, dass außerhalb des Saales jemand mitbekommt, was sie zu sagen haben? Eine Zensur findet natürlich nicht statt ... :-)
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