Unglück bei PR-Aktion Zwei Verletzte bei Unfall im DFB-Trainingslager

Bei einer PR-Aktion der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit Sponsor Mercedes ist es zu einem schweren Autounfall gekommen. Zwei Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Testspiel der Nationalelf wurde abgesagt.

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SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Bei einer PR-Aktion der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und Sponsor Mercedes-Benz ist es im italienischen Passeiertal zu einem schweren Unfall gekommen. Wie der Automobilkonzern bestätigte, hatte der Wagen von DTM-Fahrer Pascal Wehrlein auf einer abgesperrten Strecke zwei Menschen erfasst, die ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Ein 63 Jahre alter deutscher Urlauber hat schwere Verletzungen erlitten und musste mit dem Rettungshubschrauber transportiert werden. Bei der zweiten, leicht verletzten Person handelt es sich um einen Streckenposten, der mit einem Rettungswagen nach Angaben der Polizei in ein Krankenhaus ins nahe gelegene Meran gebracht wurde. Der schwer verletzte Mann wurde mit einem Hubschrauber ins rund 65 Kilometer entfernte Bozen transportiert. Seine Frau, die den Unfall mit ansehen musste, erlitt einen Schock.

Rosberg bremste plötzlich, Wehrlein wollte ausweichen

"Der DTM-Rennfahrer Pascal Wehrlein verletzte beim Befahren einer abgesperrten Strecke zwei Personen, die sich unerwartet auf der Fahrbahn befanden", teilte Mercedes-Benz mit. "Über die Schwere der Verletzungen können wir momentan keine Auskunft geben, beide Personen befinden sich in ärztlicher Behandlung." Mercedes werde alles tun, "um zur Aufklärung des Unfalls beizutragen", sagte Mercedes-Sprecherin Claudia Merzbach. Gemeinsam mit der Gemeinde St. Leonhard habe man im Vorfeld alles dafür getan, dass die Strecke komplett abgesperrt wurde.

Formel-1-Pilot Nico Rosberg war nach Berichten von Augenzeugen bei einer Bergabfahrt von einer Frau am Fahrbahnrand offenbar irritiert worden und bremste plötzlich. Der hinter ihm fahrende Wehrlein erfasste die beiden Männer, als er ausweichen wollte. Rosbergs Auto wurde in den Unfall nicht direkt verwickelt. "Der Vorfall hat mich schockiert. Meine Gedanken sind bei den beiden Verletzten", twitterte der 28-Jährige. Nationalspieler Benedikt Höwedes und sein Schalker Teamkollege Julian Draxler waren Beifahrer. Unklar war zunächst, wer in welchem Wagen saß. Den Sportlern ist bei dem Unglück nichts zugestoßen.

Testspiel gegen die U20 wurde abgesagt

Auch der DFB äußerte sich zu dem Vorfall: "Bei einer Fahr-Aktion unseres Partners Mercedes-Benz ist es zu einem schweren Unfall gekommen. Zu unserem großen Bedauern wurden dabei zwei Personen verletzt, die umgehend medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht wurden. Im Moment sind unsere Gedanken bei den Verletzten", sagte Jens Grittner, Sprecher der Nationalmannschaft.

Das DFB-Team hat als Reaktion auf den Unfall das geplante Testspiel gegen die U20-Auswahl gestrichen. Bundestrainer Joachim Löw ließ seinen WM-Kader stattdessen auf dem Platz in St. Leonhard unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren.

Rosberg und Wehrlein hatten die Nationalmannschaft im Südtiroler Trainingslager besucht. Anschließend fuhren die Rennfahrer mit den Fußballern auf einem abgesperrten Parcours. Eine solche PR-Aktion hatte es beim Nationalteam auch schon vor zwei Jahren in Frankreich gegeben.

tpr/dpa/sid



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insgesamt 190 Beiträge
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Seite 1
Emmi 27.05.2014
1.
DFB-Personal und Autofahren sind inkompatibel. Erst der Lappen von Löw weg, und jetzt das. Sie sollten es mal mit Fahrradfahren probieren, ist sowieso gesünder...
glass88 27.05.2014
2.
Dazu paßt ja die Meldung dass Löw seinen Führerschein abgeben mußte. Warum sperren die die Strecke nicht einfach ab... Hoffentlich nichts schlimmes passiert.
rumpler_taube 27.05.2014
3. Zeitungsente!
In Wirklichkeit war's doch sicher der Herr Löw, er wird wieder mal zu schnell gefahren sein...
gtoni 27.05.2014
4. Jogi
Der Fahrer war nicht zufällig der Bundesverkehrsrowdy Löw
Wolffpack 27.05.2014
5.
Zitat von glass88Dazu paßt ja die Meldung dass Löw seinen Führerschein abgeben mußte. Warum sperren die die Strecke nicht einfach ab... Hoffentlich nichts schlimmes passiert.
Sie könnten natürlich auch den Artikel lesen: "auf einer abgesperrten Strecke","auf einem abgesperrten Parcours" Im Prinzip ist das ganze also non-news. Irgendwelche Touristen sind in abgesperrtes Gebiet gegangen und wurden verletzt. Ärgerlich, aber höchst wahrscheinlich selbst Schuld.
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