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Protest gegen RB Leipzig: Union-Fans hüllen Stadion in Schwarz

Alte Försterei in Berlin: Am Sonntag Zentrum des Protestes Zur Großansicht
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Alte Försterei in Berlin: Am Sonntag Zentrum des Protestes

Schweigen, Spruchbänder und ein schwarzer Fanblock: Die Fans von Fußball-Zweitligist Union Berlin wollen beim Heimspiel am Sonntag gegen den finanzstarken Aufsteiger RB Leipzig protestieren. Der Klub stehe für den "Tod des Fußballs".

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Die Union-Fans wollen ihr Stadion an der Alten Försterei nutzen, um eine in ihrer Größe bislang einmalige Protestaktion gegen Aufsteiger RB Leipzig zu realisieren. Demnach sei geplant, im ersten Aufeinandertreffen der beiden Klubs am Sonntag (13.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE), das komplette Stadion in Schwarz zu hüllen. Dazu sollen etwa 20.000 Einweg-Regenjacken benutzt werden, die an den Kassen an die Zuschauer verteilt werden.

Mit dem Protest soll der "Tod des Fußballs" ausgedrückt werden, den der von Red Bull finanzierte Klub nach Meinung der Ultras heraufbeschwört. Als Zusammenschluss von Zweitliga-Fanszenen gründete sich im Juli die Initiative "Nein-zu-RB". Ihr gehören etwa die Fans aus Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, München, Aue und Braunschweig an. Bereits am ersten Zweitliga-Spieltag gab es stadionübergreifende Proteste gegen RB Leipzig.

Zehn Minuten schweigen

Nun wollen die Union-Anhänger eine besonders große Aktion umsetzen. Neben dem in Schwarz getauchten Stadion sollen zahlreiche Spruchbänder aufgehängt werden. Der Protest könnte allerdings auch die eigene Mannschaft schwächen: Die Union-Fans wollen die ersten zehn Spielminuten schweigen, ehe sie ihr Team wieder unterstützen.

Bereits in der Vergangenheit haben der Klub aus der Hauptstadt und dessen Fans immer wieder Aktionen gegen RB gestartet. Als die Köpenicker 2011 um Aktionäre für den Stadionkauf warben, gab es ein Werbeplakat mit einer zerquetschten Red-Bull-Dose und dem Spruch: "Wir verkaufen unsere Seele, aber nicht an jeden."

Auch ein geplantes Testspiel wurde vor drei Jahren unter anderem auf Druck der Fans abgesagt. "Nicht alles, was aus sportlicher Sicht sinnvoll erscheint, passt zu Union", sagte Präsident Dirk Zingler damals.

In der bisherigen Zweitliga-Saison ist RB Leipzig besser aus den Startlöchern gekommen: Die Sachsen liegen auf dem zweiten Rang, während Union Berlin als Vorletzter noch auf den ersten Sieg wartet.

rzi/sid

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 128 Beiträge
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1.
Indigo76 17.09.2014
Was soll das Ziel dieser Proteste sein? Soll eine Mannschaft, die legitim in die Liga aufgestiegen ist, jetzt ausgeschlossen werden, weil sie über Geld verfügen? Müsste dann im Umkehrschluss in der ersten Bundesliga dann nicht die Bayern und der BVB rausgeworfen werden? Von mir aus gern - ich bin Fan des SC Paderborn!
2. Als Anhänger des BFC Dynamo
berlinwhite 17.09.2014
hält sich meine Sympathie für die Köpenicker in überschaubaren Grenzen. Trotzdem: Hut ab, Unioner! Reclaim the game!
3. jawohl weiter so
donzdorfer 17.09.2014
die berliner fans haben recht , man kann sie nur untzerstützen. was ist nur aus rangnick ralf geworden ........ aus seiner philosophie und warum macht Alexander Zorniger dabei mit , geld oder warum wohl erst sollte es doch besser wissen das daß auf dauer nicht gut gehen kann .
4. Gähn
TICKundTOOF 17.09.2014
Ah... Schalke mit seinen 400 Firmen, die die wahre finanzielle Situation verschleiern? Karlsruhe, das von der Stadt über das Stadion subventioniert wird? Alle anderen Vereine außer Bayern? Keine schwulen aktiven Spieler? Keine Dopungfälle? Ne klar, Fußball ist sowas von unkommerziell und keine Show, da muss man die einzigen, die offen das machen, was alle machen, verteufeln. Kommt davon wenn man sich als Fan zu viele Drogen und Alkohol reinzieht jedes Wochenende... Realitätsinkompatibel.
5. Neid
Crossi71 17.09.2014
Was würden denn die Fans machen, wenn ihr Verein plötzlich eine sehr guten Sponsor bekommen würde? Mit dem vielleicht der Aufstieg in die Bundesliga wieder möglich wäre? Danke, aber nein Danke? Sicher nicht! Also alles nur eine Neiddebatte.
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