Fußball Gericht untersagt Vermittlungsgebühren für Minderjährige

Mit Jugendlichen ist kein Geld mehr zu machen: Ein Urteil des OLG Frankfurt untersagt Spielerberatern, für die Vermittlung minderjähriger Fußballer zu kassieren.

Schutz von Minderjährigen: An Kids wie diesen dürfen Berater in Deutschland künftig nicht mehr verdienen
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Schutz von Minderjährigen: An Kids wie diesen dürfen Berater in Deutschland künftig nicht mehr verdienen


Im deutschen Profifußball dürfen Spielerberater in Zukunft kein Geld mehr für die Vermittlung minderjähriger Spieler erhalten. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main in einem Rechtsstreit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Spielerberatungsagentur Rogon.

Mit diesem Verbot "verfolge der DFB grundsätzlich den legitimen Zweck des Minderjährigenschutzes", urteilte das OLG. "Es solle verhindert werden, dass minderjährige Fußballspieler primär durch finanzielle Anreize Transfers abschließen und ohne gesicherte Perspektive aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden."

Das OLG bestätigte auch in letzter Instanz, dass Vereine und Fußballprofis in Zukunft verpflichtet sind, alle Vergütungen und Zahlungen an Spielerberater beim DFB offenzulegen. In anderen Punkten gab das Gericht Rogon Recht. So müssen Berater auch weiterhin nicht beim DFB registriert sein oder dem Verband ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.

Auslöser des Verfahrens war das neue "DFB-Reglement für Spielervermittlung", das der Verband 2015 als Vorgabe der Fifa übernommen hatte. Rogon klagte daraufhin auch im Namen zahlreicher anderer Berater, weil die Branche darin einen unzulässigen Eingriff in die Dienstleistungsfreiheit sah.

rae/dpa

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