Hamburg - Olympiasieger Usain Bolt wird im kommenden Jahr voraussichtlich für 90 Minuten zum Fußballstar. Der 25 Jahre alte Ausnahmesprinter aus Jamaika, der bei den Spielen in London - wie vor vier Jahren in Peking - über 100 und 200 Meter sowie bei der 4x100-Meter-Staffel triumphiert hatte, soll in einem Showmatch zwischen Manchester United und Real Madrid für den englischen Rekordmeister auflaufen.
"Wenn Alex Ferguson mich fragt, ob ich mitspielen will, ist es unmöglich für mich, nein zu sagen", hatte Bolt schon vor einiger Zeit gesagt. Bolt, bekennender Anhänger der "Red Devils", hatte seinem neuen Lieblingsverein beim ersten Heimspiel der Saison (3:2 gegen Fulham) einen Besuch abgestattet. Die Fans forderten Manchesters Teammanager Alex Ferguson bereits auf, Bolt unter Vertrag zu nehmen.
Ferguson nannte das Legenden-Spiel zwischen Manchester und Madrid als eine gute Möglichkeit. "Das könnte brillant sein. Usain ist ein großer United-Fan, und man könnte schauen, wie er sich dort dann anstellen wird", sagte der Schotte. "Wenn Alex Ferguson mich in einigen Charity-Matches hat spielen sehen, würde er mich vielleicht anstelle von Ryan Giggs auflaufen lassen", scherzte Bolt.
Noch 2008 war Real Madrid für Bolt der größte Club
Die Partie gegen Real findet im Rahmen der "Corazon Classic"-Spiele der "Königlichen" statt. 2010 hatte Real Madrid dabei gegen den AC Mailand gespielt, im vergangenen Jahr gegen den FC Bayern München. Die dritte Ausgabe soll im Juni 2013 stattfinden. Dabei treten beide Teams mit zahlreichen Altstars an. So werden für Real unter anderem Zinédine Zidane, Luis Figo, Fernando Hierro und Roberto Carlos auflaufen; für ManUnited sollen Teddy Sheringham, Dwigt York, Edwin van der Saar auflaufen - und eben Bolt.
Der Jamaikaner inszeniert sich seit einigen Jahren als großer Fan von Manchester United. Doch wirklich verwurzelt scheint er mit dem Club nicht zu sein. Noch 2008 sympathisierte er mit Real Madrid. Nach seinen Erfolgen bei den den Sommerspielen in Peking sagte er der spanischen Zeitung "Marca": "Ich bewundere Ruud van Nistelrooy sowie Rául und mag Real Madrid mehr als alle anderen Vereine", so Bolt: "Ich wünschte, dass sie mich eines Tages mittrainieren lassen."
leh/sid
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