Verdacht der rassistischen Beleidigung John Terry wird angeklagt

John Terry wird wegen des Verdachts der rassistischen Beleidigung angeklagt. Der Kapitän des FC Chelsea soll während des Liga-Spiels gegen die Queens Park Rangers seinen Gegenspieler Anton Ferdinand rassistisch beleidigt haben. Terry streitet die Vorwürfe ab und spricht von einem "Missverständnis".

Chelsea-Kapitän Terry (r.), Ferdinand: Sieht sich als Opfer einer Hetzkampagne
dapd

Chelsea-Kapitän Terry (r.), Ferdinand: Sieht sich als Opfer einer Hetzkampagne


Hamburg - Chelsea-Kapitän John Terry muss sich am 1. Februar 2012 vor einem Gericht in London wegen Rassimus-Vorwürfen verantworten. Der 30-jährige Nationalspieler soll im Spiel gegen die Queens Park Rangers am 23. Oktober seinen Gegenspieler Anton Ferdinand rassistisch beleidigt haben.

Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. "Ich würde nie so etwas sagen, und ich bin traurig, dass die Leute so denken", sagte Terry, der von einem "Missverständnis" spricht und sich als Opfer einer Hetzkampagne sieht.

Aus dem im Internet kursierenden Video, in dem zu erkennen sein soll, dass er seinen Gegenspieler tatsächlich rassistisch beschimpft, würden seiner Meinung nach die völlig falschen Schlüsse gezogen. Für ihn sei der Fall abgeschlossen, nachdem er im Anschluss an das Londoner Derby mit Ferdinand im Kabinentrakt gesprochen habe.

Dies sieht die Staatsanwaltschaft offenbar anders. Chefankläger Alison Saunder sagte, dass er nach sorgfältiger Abwägung aller Beweise realistische Chancen auf eine Verurteilung sehe.

Der Fall hatte in den vergangenen Wochen bereits für viel Aufsehen gesorgt. QPR-Abwehrspieler Ferdinand erhielt nach seinen Anschuldigungen sogar Morddrohungen. Auch der englische Fußballverband FA ermittelt in der Angelegenheit.

Am Dienstag hatte die FA bereits Stürmer Luis Suárez vom FC Liverpool wegen rassistischer Beleidigungenfür acht Spiele gesperrt. Dazu muss der Uruguayer eine Geldstrafe in Höhe von 40.000 Pfund (rund 48.000 Euro) zahlen. Der Verband sah es als erwiesen an, dass Suárez im Aufeinandertreffen mit Manchester United am 15. Oktober (1:1) Gegenspieler Patrice Evra beschimpft hat. Die von Suárez verwendeten Begriffe hätten sich eindeutig auf Evras Hautfarbe bezogen.

luk/dpa/sid/dapd



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