Verstorbener Ex-Schiedsrichter: Herzinfarkt wohl Todesursache bei Amerell

Der verstorbene Ex-Schiedsrichter Manfred Amerell hatte einen Herzinfarkt erlitten. Allerdings soll erst ein toxikologisches Gutachten letzte Klarheit bringen, ob dies auch tatsächlich die Todesursache war. Die Polizei rechnet mit den Ergebnissen in spätestens zwei Wochen.

Amerell (Aufnahme von 2010): Im Alter von 65 Jahren verstorben Zur Großansicht
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Amerell (Aufnahme von 2010): Im Alter von 65 Jahren verstorben

Hamburg - Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Manfred Amerell ist aller Voraussicht nach an einem Herzinfarkt gestorben. Das bestätigte die Münchner Polizei der Deutschen Presse-Agentur, nachdem bereits mehrere Medien vorab darüber berichtet hatten. Die Obduktion habe gezeigt, dass in jedem Fall ein Herzinfarkt vorgelegen habe, sagte eine Sprecherin.

Polizeisprecher Wolffang Wenger hingegen sagte dem Sportinformationsdienst: "Wir warten, wie im Nachtrag zu unseren Pressemeldungen vom Mittwoch schon beschrieben, auf das Ergebnis des toxikologischen Gutachtens."

Amerell war am Dienstagnachmittag in einer Wohnung im Münchner Stadtteil Neuhausen im Alter von 65 Jahren tot aufgefunden worden. Die Feuerwehr hatte sich nach Hinweisen eines Bekannten Amerells über eine Drehleiter Zugang zur Wohnung des ehemaligen Schiedsrichtersprechers im vierten Stock verschafft. Ein Fremdverschulden hatte die Polizei als Todesursache bereits ausgeschlossen.

Amerell hatte im Schiedsrichterskandal mit dem früheren Fifa-Referee Michael Kempter für Schlagzeilen gesorgt. Auch mit dem früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger hatte er sich über Monate eine juristische Auseinandersetzung geliefert.

Zuletzt hatte Amerell eine Klage gegen den Verband wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte auf Schadensersatz angehen wollen. Gegen Kempter war zudem ein Strafantrag wegen versuchten Prozessbetrugs in Arbeit.

luk/dpa/sid

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