Aus Doha berichten Tim Röhn und Rafael Buschmann
In Badelatschen, mit kurzen Hosen und verschmitztem Lächeln stellte sich Arjen Robben den Fragen der Journalisten. Das, was er zu sagen hatte, mutete wie ein Geburtstagsgeschenk für Präsident Uli Hoeneß an: "Es gibt keinen Grund über eine Veränderung zu reden", erklärte der niederländische Nationalspieler angesichts seines im Sommer 2013 auslaufenden Vertrags.
"Ich habe immer gesagt, dass ich mich bei den Bayern sehr wohl fühle. Ich habe mit allen ein super Verhältnis und bin mir sicher, dass der Verein weiß, wie ich denke", so Robben, dem man im Trainingslager in Doha die wiedererlangte Spritzigkeit und Dynamik ansehen kann.
Nach einem schwierigen Jahr mit drei Verletzungen ist der Offensivspieler bei den Einheiten fast immer einer der Agilsten. "Arjen ist gut drauf. Er ist sehr fleißig und ehrgeizeig", lobte ihn Trainer Jupp Heynckes schon am zweiten Tag. Im Test gegen den katarischen Erstligisten Al-Sailiyah (13:0) am Donnerstag schoss Robben das erste Bayern-Tor im Jahr 2012.
"Der Verein wartet sicher nicht bis ins letzte Vertragsjahr"
In Zukunft sollen noch viele dazu kommen. "Im Moment hat das nicht Priorität, weil nur wichtig ist, dass ich auf dem Platz stehe. Aber in nächster Zeit wird es sicher erste Gespräche geben. Vielleicht nicht im Januar, Februar oder März, aber der Verein wartet sicher nicht bis ins letzte Vertragsjahr. Denn da bist du irgendwann ablösefrei", so Robben.
Dessen Verhandlungsposition hat sich durch den Wechsel von Marco Reus zu Borussia Dortmund zudem weiter verbessert - auch wenn er sich selbst nach eigener Aussage keine Gedanken über das Interesse der Bayern an dem Noch-Gladbacher gemacht hat. Robben sagt: "Für mich war das kein Thema. Vielleicht ist er ja auch deswegen zu Dortmund gegangen, weil er Angst hatte, bei Bayern nicht zu spielen. Hier gibt es ja schon zwei gute Flügel."
Bayern-Trainer Jupp Heynckes hatte bereits im Dezember erklärt, unbedingt weiter mit Robben arbeiten zu wollen: "Die Tendenz ist klar: Er soll über 2013 hinaus bleiben. Wir brauchen einen Top-Spieler wie ihn", hatte Heynckes dem "Kicker" gesagt.
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