Hamburg - Jens Lehmann hat die Bestrafung für seine öffentliche Kritik am Vorstand des Bundesligisten VfB Stuttgart akzeptiert. "In dem Gespräch sind die Sachen aus dem Weg geräumt worden. Er hat die Geldstrafe und die Abmahnung akzeptiert", sagte Stuttgarts Sportvorstand Horst Heldt nach einem erneuten Treffen mit dem 40-jährigen Torhüter, dem auch der neue Trainer Christian Gross beiwohnte.
Lehmann hatte dem Vorstand öffentlich vorgeworfen, sich bei der Entlassung von Trainer Markus Babbel vom Druck der Fans geleitet haben zu lassen. Daraufhin hatte der Club die Geldstrafe, die angeblich 40.000 Euro betragen soll, und die Abmahnung ausgesprochen. Diese Sanktionen hatte Lehmann zunächst nicht akzeptiert.
Am vergangenen Sonntag war der frühere Nationalkeeper dann im Spiel beim FSV Mainz 05 (1:1) des Feldes verwiesen und mittlerweile vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für drei Spiele gesperrt worden. "Ich weiß es nicht zu 100 Prozent, aber ich denke, dass wir die Sperre akzeptieren werden", sagte Heldt weiter. Lehmann hatte sich in Mainz noch mit einem Fan angelegt. "Er ist sehr differenziert. Aber ein bisschen mehr Gelassenheit würde ihm gut zu Gesicht stehen", sagte Gross, der sich gegen Vorstandspositionen dafür stark gemacht hatte, angesichts der Abstiegsgefahr an Lehmann festzuhalten.
Wer im letzten Hinrundenspiel des VfB am Samstag gegen 1899 Hoffenheim (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Tor steht, wollte der Schweizer nicht sagen. Die Tendenz aber geht in Richtung Sven Ulreich, der in Mainz nach dem Platzverweis von Lehmann zwischen die Pfosten rückte. "Sven Ulreich hat Vorteile", sagte Gross immerhin. Konkurrent von Ulreich ist Alexander Stolz.
fsc/sid/dpa
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