Korkut-Nachfolge Weinzierl neuer Trainer beim VfB Stuttgart

Nur zwei Tage nach der Trennung von Tayfun Korkut hat der VfB Stuttgart einen neuen Trainer gefunden: Künftig soll Markus Weinzierl das Team betreuen.

Markus Weinzierl (Archiv, März 2017)
Getty Images

Markus Weinzierl (Archiv, März 2017)


Markus Weinzierl ist neuer Trainer beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart. Der 43-Jährige wird Nachfolger des am Sonntag beurlaubten Tayfun Korkut. Weinzierl erhält einen ab sofort gültigen Vertrag bis zum 30.6.2020. Der Verein hat die Personalie bestätigt.

Weinzierl war zuletzt mehr als ein Jahr ohne Job. Zuvor trainierte er den FC Schalke 04, musste aber nach nur einer Saison gehen. Seine erfolgreichste Zeit hatte der ehemalige Profi als Trainer des FC Augsburg, für den er vier Jahre arbeitete. Zuvor war er bei Jahn Regensburg tätig.

"Der VfB ist ein großer Verein, der sich momentan in einer sportlich schwierigen Situation befindet. Dennoch bin ich vom Potenzial der Mannschaft und des Vereins überzeugt. Ich habe die Bundesliga in den vergangenen Monaten intensiv beobachtet und brenne darauf, die Arbeit mit meiner neuen Mannschaft zu beginnen", wird Weinzierl in einer Vereinsmitteilung zitiert. Er wird beim VfB bereits der elfte Trainer in fünf Jahren.

Unter Korkut hatte der VfB in der aktuellen Saison nur einen Sieg aus den ersten sieben Saisonspielen geholt. Nach dem 1:3 in Hannover waren die Stuttgarter am Wochenende auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht.

VfB-Sportvorstand Michael Reschke war in die Kritik geraten, nachdem er Korkut am Samstagabend noch das Vertrauen ausgesprochen, am Sonntagvormittag aber die Trennung vollzogen hatte. Vom neuen Trainer Weinzierl spricht Reschke mit demonstrativer Begeisterung: "Unsere Gespräche waren vom ersten Moment an sehr vertraut und zielführend. Wir sind davon überzeugt, mit Markus Weinzierl den richtigen Trainer für unseren VfB verpflichtet zu haben."

chh/dpa



insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
infektblocker 09.10.2018
1. Lieber nur 3-Monatsvertrag?
Wäre beim VfB eine realistische Basis, um als Trainer zu arbeiten. Herzlich willkommen, Herr Weinzierl.
brandmauerwest77 09.10.2018
2. Ob das
diesmal der „Richtige“ ist ? Erstmal abwarten. Die wollen immer was aufbauen in Stuttgart, langfristig selbstverständlich und jetzt holen Sie den Weinzierl, sozusagen erstmal als Feuer- wehrmann genau wie bei Korkut. Nur weiß irgendjemand, ob der Weinzierl überhaupt in der Lage ist, langfristig was aufzubauen ? In Schalke jedenfalls hat es nicht geklappt, obwohl Sie Ihn da als Messias empfangen haben und in Augsburg war es doch eher so, dass seine Aufgabe war, bloß nicht abzusteigen, was Er ja auch ganz gut hinbekommen hat. Aber in Stuttgart mit Ihrem hohen Anspruch sollten Sie endlich mal ein Kaliber wie Favre holen oder einen wie Kohlfeld in Bremen oder Nagelsmann in Hoffenheim aus dem Hut zaubern. Bei Weinzierl muss man wohl eher befürchten, dass Sie spätestens in einem Jahr wieder auf Trainersuche sind, obwohl Er jetzt mit Sicherheit die Mannschaft erstmal zurück in die Spur bringen wird. Das Kardinalproblem in Stuttgart bleibt jedoch seit Jahren dasselbe, wenn es darauf ankommt, endlich mal den großen Wurf zu wagen oder einfach mal ins Risiko zu gehen, verlässt Sie jedesmal der Mut, was aber auch daran liegt, dass Sie im Planungs- und Kompetenzbereich einfach zu schwach aufgestellt sind oder nicht die richtigen Leute am richtigen Platz sitzen.
ludwig49 09.10.2018
3. Die Freude...
...auf die "neue Mannschaft" müsste man etwas relativieren. Für den Trainer ist die Mannschaft neu, aber sonst ist es immer noch die alte Mannschaft des VfB. Und der alte Trainer wird es nicht alleine bis auf den letzten Tabellen-Platz geschafft haben. Viel Glück also !
peter-11 09.10.2018
4. verständlich
was soll Herr Reschke denn auf die immer gleiche dämliche Frage nach dem Trainer denn antworten? Wenn dann ins Studio zurückgeschaltet wird, kommt der gleiche dämliche Kommentar: "Zum Trainer stehen sieht anders aus." Dürfen auch solche Sportjournalisten eigentlich Journalisten nennen? Das ist doch eine grobe Beleidigung der Zunft.
lazarus.beutelmoser 09.10.2018
5. Hinkel hätte
eine Chance verdient gehabt. So sieht es bei den Stuttgartern aus, wenn man sich Zeit nimmt. Ich hätte Heynckes geholt ;-)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.